Leopold Rucker Kontrabass geboren am 9.5.1999 in Dresden, erhielt zunächst Cellounterricht ab dem Jahre 2004 bei Prof. Gunda Altmann, bevor er im Jahre 2013 mit dem Kontrabassunterricht bei Herr KV Tobias Glöckler begann. Von 2010 … weiterlesen >>
Julian Diepolder Sprecher studiert seit 2021 am Institut für Sprechkunst und Kommunikationspädagogik an der HMDK Stuttgart im Studiengang „Sprechkunst und Sprecherziehung“. Seine Schwerpunkte sindRezitation und die Bearbeitung lyrischer Texte. Julian Diepolder ist Preisträger diverser internationaler … weiterlesen >>
Rudolf Guckelsberger geboren 1959 in Köln, studierte zunächst katholische Theologie in Bonn und Würzburg, dann Sprechkunst und Sprecherziehung an der Musikhochschule Stuttgart. Beide Studiengänge schloss er mit dem Diplom und Auszeichnung ab. Seit 1990 arbeitet … weiterlesen >>
Veit Erdmann-Abele ist 1944 in Reutlingen geboren, erhält mit 11 Jahren den ersten Klavierunterricht, autodidaktische Kompositionsversuche folgen . Erdmann studiert Germanistik und Musik in Tübingen und Stuttgart, sein Kompositionslehrer ist dort Henk Badings, der dem jungen … weiterlesen >>
Jakow Pavlenko, Violine Jakob Plag, Klarinette Olivier Nilles, Bariton Ido Ramot, Klavier und Improvisation
Robert Bärwald, Klavier und Moderation
„Teuflisches“ steht auf dem Programm des Kammerkonzerts der 4 international preisgekrönten Stipendiat*innen der Hermann Haake Stiftung 2024 im Schloss Monrepos. Neben teuflisch virtuosen Werken von Eugene Ysaye, sind die Fantasiestücke für Klarinette von Robert Schumann und zum Abschluss Franz Liszt berühmter Mephistowalzer zu hören, der nahtlos in die Improvisationen auf Zuruf des Publikums übergeht.
Olivier Nilles Der aus Luxemburg stammende lyrische Bariton Olivier Nilles, 2022 von der EMCY mit dem Titel des „European Young Soloist 2022“ ausgezeichnet, studiert zurzeit im Bachelor 7. Semester klassischen Gesang bei Prof. Marion Eckstein … weiterlesen >>
Ole Schwarz ist Jazz-Pianist, Keyboarder, Sänger und Komponist.Er studierte von 2019 bis 2024 an der Hochschule für Musik in Mainz bei Pablo Held, Sebastian Sternal und Ulf Kleiner.Nachdem er bereits im jugendlichen Alter viele Erfahrungen … weiterlesen >>
Liebe Interessierte, Gäste, Freundinnen und Freunde
Wolkenbilder – Naturschauspiele zum Träumen, Schutz und Bedrohung, Bewegung und Erfrischung sind in diesem Jahr Thema der Veranstaltungen.
18 ausgewählte Künstler, Musiker, Sänger und eine Sprecherin werden den Raum der Stadtkirche Ludwigsburg mit ihren besonderen Konzerten aus Klassik, Romantik und Moderne zum Klingen bringen. Die Ausstellung Neue Sichten, Neue Wege mit Kunstobjekten, die von den Besuchern zum Schwingen gebracht werden können, bilden ein lebendiges Gegenüber für die Augen der Zuhörer.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch, ein Wiedersehen und gute Gespräche.
FABRIK QUARTET Federico Ceppetelli, Violine Adam Woodward, Violine Jacobo Díaz Robledillo, Viola Elena Cappelletti, Violoncello
Marie Seith, Sprecherin
Der Begriff der Komposition wird im wahrsten Sinne des Wortes erforscht, als Klangform. Inmitten der Objekte von Susanne Immer entführen unterschiedlichste Stücke in eine sich ständig verändernde Klangwelt. Die Anhäufung und Auflösung von Klängen wie Wolkenpartikel, die sich mal anziehen, mal abstoßen oder ganz auflösen, erzeugt eine konstante, aber nicht wahrnehmbare Spannung, die als Gravitationskraft der Komposition und als kommunikative Energie auf die Zuhörer wirkt.
Marie Seith ist Sängerin und Sprecherin für Hörbuch, Synchronisation und Werbung. Sie studierte Musik, Kunst und Theater an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg (2015-2021). Während ihres Master-Studiengangs absolvierte sie eine Ausbildung als Mediensprecherin am Sprechstil Atelier … weiterlesen >>
Ekin Su Paker, Lana Maletić, Bernhard Epstein, Piotr Gryniewicki, Jonathan Macker
Samstag 14. Oktober 19:30 Uhr
In diesem Wetter, in diesem Braus …
Verdi, Mendelssohn, Wagner, Leoncavallo, Loewe, Mahler und Humperdinck
Ekin Su Paker, Sopran Lana Maletić, Mezzosopran Piotr Gryniewicki, Tenor Jonathan Macker, Bassbariton Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption
Zwischen Himmel und Erde schwirren in der Welt der Oper ganz unterschiedliche Gestalten umher: schräge Vögel, dunkle Wolken, Hexen auf Besen und stürmische Windgeister. Vier junge Sängerinnen und Sänger der Opernschule Stuttgart entführen uns mit Opernszenen, wetternden Arien und Balladen in die atmosphärischen Schichten zwischen Boden und Sternen und zeigen uns Naturgewalten und schwindelnde Höhen ebenso wie die Untiefen des Nachthimmels.
Ekin Su Paker Die türkische Sopranistin Ekin Su Paker kehrt in der Spielzeit 2023/2024 als „Herzogin und Pipetta“ in „Die Banditen“ von J. Offenbach an die Oper Frankfurt zurück. Sie debütierte in der vergangenen Saison … weiterlesen >>
Piotr Gryniewicki Der Tenor, Piotr Gryniewicki, wurde 1995 in Hajnówka (Polen) geboren. Stipendiat des Deuschland-Stipendiums (2022-2023 Stgt. Dante-Gesellschaft e.V.)In Bialystok studierte er zuerst an der Fryderyk Chopin Universität der Musik und schloss anschließend sein Sologesang-Studium … weiterlesen >>
Jonathan Macker Der aus Hamburg stammende Bassbariton Jonathan Macker beendete seinen Bachelor an der HfMDK Frankfurt bei Prof. Thilo Dahlmann und setzte sein Studium im Master in der Opernschule der HMDK Stuttgart fort. 2019 sang … weiterlesen >>
Lukas Plag, Saskia Maas, Olivier Nilles, Jakob Plag, Jacopo Giovannini, Robert Bärwald
Sonntag 15. Oktober 17:00 Uhr
Die Wolke wird mein Flügel
Werke von Wolf, Schubert, Rachmaninov u.a.
Lukas Plag, Violoncello Jakob Plag, Klarinette Jacopo Giovannini, Klavier Saskia Maas, Sopran Olivier Nilles, Bariton Robert Bärwald, Klavier und Moderation
Mit Liedern, Opernarien und romantischer Kammermusik entführen fünf preisgekrönte musikalische Spitzentalente auf eine Reise in den musikalischen Wolkenhimmel die „hoch droben auf dem Berge“ bei Franz Schuberts „Hirt auf dem Felsen“ gipfelt und von dort aus ein neues Panorama eröffnet.
Jacopo Giovannini Der italienische Pianist Jacopo Giovannini gilt seit frühester Kindheit als außergewöhnlicher, hochbegabter Künstler: Mit vier Jahren begann er Klavier zu lernen und gewann bereits ein Jahr später seinen ersten internationalen Wettbewerb. Mit sechs … weiterlesen >>
Saskia Maas Die Sopranistin Saskia Sophie Maas wurde in Crailsheim geboren.Seit dem Wintersemester 2021/22 studiert sie an der Hochschule fur Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Gesang bei Prof. Thilo Dahlmann. Dieses setzt sie seit April … weiterlesen >>
Ein Projekt der Abteilung Kunst der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ausgestellt in der Stadtkirche Ludwigsburg Preisverleihung am 23.07.2022 durch die Hermann Haake Stiftung
Mit der Jurierung und der Auslobung von Preisen hat die Hermann Haake Stiftung im Juli 2022 das Kunstprojekt GOLD A/ORT von Studierenden der Abteilung Kunst der PH Ludwigsburg gefördert. Das Projekt hat sich intensiv mit Kunst und öffentlichem Raum befasst, Situationen und aktuelle gesellschaftliche und künstlerische Auseinandersetzungen vor Ort in Ludwigsburg thematisiert. Eingereicht wurden 22 Arbeiten, drei dotierte Preise und zwei Anerkennungen wurden von der dreiköpfigen Fachjury vergeben.
„Das Projekt macht es sich zur Aufgabe, den eigenständigen Wert, den Kunst und Kultur für eine Stadt-/Kulturgemeinschaft haben, ins Gedächtnis zu rufen und in die Wahrnehmung zu bringen.“ (Prof. Dr. Goda Plaum, Abteilung Kunst, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)
Liebe Gäste, liebe Freundinnen und Freunde der Kunst und der Hermann Haake Stiftung,
wir Menschen leben heute und lebten stets auf unserer Erde zwischen Himmel und Abgrund. Kunst und Kultur spiegeln das wider, konfrontieren uns, überraschen uns und ermöglichen uns Wege und Ausblicke zu finden. Im Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern ist das Thema und das Programm Himmel Erde Abgrund entstanden.
Mit Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Schubert, Bach, Strauss und Mahler eröffnet Bernhard Epstein die diesjährige Veranstaltungsreihe der Hermann Haake Stiftung. Untrennbare Gegensätze werden künstlerisch beleuchtet, Rudolf Guckelsberger wird unter anderem Paul Celans Todesfuge sprechen. Das Broken Frames Syndicate wird Olivier Messiaens Quartett an das Ende der Zeit spielen und mit aktuellen Texten und Werken zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten die drängenden Fragen einer jungen Generation mit Ausblick und Hoffnung verbinden. Mit Pensieri brevi – Vier Rezitative für Flöte und Sopran wird eine Uraufführung des Komponisten Veit Erdmann gespielt. Der Komponist wird anwesend sein. Die vielfältigen Möglichkeiten der Sprache und die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins werden bei Balladen | Melodramen | Orgelimprovisationen im Mittelpunkt stehen. Fontane, Schiller, Brentano – Liebe, Rache, Schicksal. Der abschließende Sonntagnachmittag zeigt musikalisch in Arien und Liedern heitere und abgründige Menschenbilder. Harfe, Soprane, Bariton und Bass leitet Robert Bärwald in Werken von Debussy, Wagner, Puccini und einigen anderen Komponisten durch viel Himmel, ein wenig Erde und noch weniger Abgrund.
Vor dem Auffinden eines Weges zwischen Himmel und Abgrund steht Orientierung und Auseinandersetzung. Um es in künstlerischem Sinne mit Jean Luc Godard auszudrücken: Was heißt verstehen? Vor dem Verstehen muss man erst einmal etwas in sich aufnehmen.
Für die Veranstaltungsreihe arbeiten wir gut und sehr gerne mit dem Bezirkskantorat Ludwigsburg und dem Förderverein für Musik an der Stadtkirche e.V. zusammen.
Ihre Freia Fischer Künstlerische Leiterin der Hermann Haake Stiftung
Bernhard Epstein, Doriana Tchakarova, Anna-Lena Elbert, Rudolf Guckelsberger, Hans Porten
Donnerstag 3. November 19:30 Uhr
Liebe – Mensch – Verzweiflung
Romantisches Kunstlied und moderne Dichtung
Wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund unter sich. – Paul Celan
Werke von Schubert, Schumann, Bach, Strauss, Mahler, Celan, Bachmann, Hölderlin
Anna-Lena Elbert, Sopran Hans Porten, Bariton Rudolf Guckelsberger, Rezitation Doriana Tchakarova, Klavier Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption
Die Todesfuge von Paul Celan und sein Liebesgedicht Corona treffen auf literarische und musikalische Meisterwerke verschiedenster Epochen, die in einem erstaunlichen Bezug zueinander stehen und untrennbare Gegensätze beleuchten: Licht und Dunkel, Leben und Tod, Vergangenheit und Zukunft, das Weibliche und das Männliche. Eine Reise auf allen emotionalen und geistigen Ebenen, vom Himmelsall bis in tiefste Abgründe der menschlichen Seele – und wieder zurück.
Katrin Szamatulski, Viviane Hasler, Vitalii Kyianytsia, Moritz Schneidewendt, William Overcash, Kyubin Hwang
Freitag 4. November 19:30 Uhr
HOW DARE YOU !?
Olivier Messiaen Quartett an das Ende der Zeit
Weitere Werke von Kaija Saariaho, Lori Laitmann, Yu Kuwabarah, Elis Hallik, Veit Erdmann-Abele (UA) Texte von Jonathan Franzen, Greta Thunberg, Luisa Neubauer u.a.
BROKEN FRAMES SYNDICATE Katrin Szamatulski, Flöte Moritz Schneidewendt, Klarinette Veronika Paleeva, Violine (Umbesetzung anstelle William Overcash) Kyubin Hwang, Violoncello Vitalii Kyianytsia, Klavier
mit Viviane Hasler, Sopran
Angesichts der unübersehbaren Klimakrise steht die Menschheit am Abgrund. Wir müssen uns eingestehen: Wir haben keine Zeit mehr! Mit zeitgenössischen Stimmen und Olivier Messiaens Quartett an das Ende der Zeit macht sich Broken Frames Syndicate auf die Suche nach Hoffnung in schweren Zeiten.
Janis Hanenberg, Sprecher Annemarie Klemm, Sprecherin Mareike Köhler, Sprecherin Sophie Richter, Sprecherin Marcus Westhoff, Sprecher Pascal Zurek, Melodramen Peter Schleicher, Orgel Michael Speer, Leitung
Liebe, Arglist, Sadismus, Gewalt, Mord, Tod, Schmerz, Rache, Schicksal: Das sind die Elemente aus denen die Balladen von Fontane, Schiller, Brentano u.a. gebaut sind. Durch Solorezitationen, in auskomponierten Melodramen und chorischen Varianten werden sie lebendig.
Anna-Lena Elbert Die Münchner Sopranistin schloss ihr Gesangsstudium an der Hochschule für Musik und Theater München mit einem Master in Liedgestaltung ab. Anna-Lena Elbert pflegt eine rege Konzerttätigkeit mit einem breit gefächerten Repertoire von der … weiterlesen >>
Hans Porten wusste schon im zarten Alter von fünf Jahren, dass Singen seine große Leidenschaft ist. Bereits in diesem Alter durfte er im Kinderchor der Musikschule Herrenberg solistisch auftreten, etwa mit dem „Pie Jesu“ des … weiterlesen >>
Doriana Tchakarova ist als Pianistin international erfolgreich, Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe und ihre CD-Einspielungen wurden mit bedeutenden Preisen ausgezeichnet. Gemeinsam mit Konstantin Krimmel gewann Doriana Tchakarova im Mai 2018 in der Kategorie Liedduo den 1. Preis beim … weiterlesen >>
BROKEN FRAMES SYNDICATE spielt zeitgenössische Musik und bringt ganzheitliche Konzerterlebnisse auf die Bühne. Zu elft wollen wir Alternativen zum Gewohnten aufzeigen und stehen ein für die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftsrelevanten Themen. Wir spielen zeitgenössische Interpretationen … weiterlesen >>
Viviane Hasler, Sopran Viviane Hasler hat klassischen Gesang studiert und ist freischaffend tätig. Ihr besonderes Interesse gilt der szenischen Arbeit und der zeitgenössischen klassischen Musik (UA von Samuel Langmeier, Anda Kryeziu, Rafael Baier, Victor Alexandru Coltea, … weiterlesen >>
Janis Hanenberg hat an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart studiert.Er ist Sprecher für die Fernsehnachrichten von SWR Aktuell, spricht außerdem für ARD Kultur, MDR und WDR, er spricht Synchron für Film … weiterlesen >>
Annemarie Klemm geboren 2000, aufgewachsen in Schwerin, ist Studentin der Sprechkunst und Sprecherziehung im 5. Semester an der HMdK in Stuttgart. Nach zahlreichen Theaterprojekten und 2 Semestern Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig steht sie nun … weiterlesen >>
Mareike Köhler geboren 1994 in Berlin, studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim sowie Sprechkunst und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Gegenwärtig studiert sie dort Sprechkunst im Master. Als Literaturvermittlerin und Moderatorin ist … weiterlesen >>
Marcus Westhoff ist Sprecher im Medienbereich und Bühnenkünstler. 2022 schloss er sein Bachelorstudium der Sprechkunst und Sprecherziehung an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Stuttgart ab.Zuvor war er als Theaterschauspieler tätig. Seit 2018 … weiterlesen >>
Pascal Zurek, Bassbariton Der in Stuttgart ausgebildete Opernsänger, Sprecher und Diplomphysiker steht seit seinem 19. Lebensjahr auf der Bühne. Er studierte nach einer Ausbildung an vielen Instrumenten zunächst Schulmusik, Physik und Tontechnik in Rostock und Piteå … weiterlesen >>
Peter Schleicher wurde am 29.09.1985 in Stuttgart geboren. Er studierte von 2006 bis 2015 an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Schulmusik, Kirchenmusik und Orgelimprovisation und schloss mit Auszeichnung ab. Zu seinen Lehrern … weiterlesen >>
Eloise Tong Wang, Sopran wurde 2001 in Heilonjiang im Nordosten Chinas geboren und wuchs seit Ihrem 2. Lebensjahr in Peking auf, wo sie in vielen Konzerten als Nachwuchssolistin auftrat und begeisterte Kritiken erntete. Neben Ihrer sängerischen Solistentätigkeit … weiterlesen >>
Karolina Petuchovaite, Sopran wurde in Kupiskis, Litauen geboren. Sie begann Ihre musikalische Ausbildung in den Fächern Gesang und Chorleitung, die sie später an der Juozo Gruodzio Kunstfachschule bei Gerute Strackaityte fortsetzte. Im Februar 2021 absolvierte … weiterlesen >>
Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst, liebe Gäste der Hermann Haake Stiftung,
es gibt viele drängende Themen in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, die sich in der Musik und in der Literatur widerspiegeln. Wir nehmen neu Anlauf. Über die Freiheit und unser Ringen darum werden wir zum Jahrestag der Reichspogromnacht drei Abende mit Musikerinnen und Musikern, mit Sprecherinnen und Sprechern und mit Ihnen in der Stadtkirche Ludwigsburg veranstalten.
Im Eröffnungskonzert am 4.11. wird die Liebe zur Freiheit und die Freiheit in der Liebe in der Oper besungen. Es erklingt der Kampf um die Freiheit gegen Machtanspruch und Zwang. Die „Schub(a)rtiade“ am 7.11. beginnt mit einem Orgelstück von Christian Friederich Daniel Schubart, der in dieser Kirche vor 250 Jahren Organist war. Sein Schicksal spiegelt sich in seinem Liedtext Die Forelle und führt in einen musikalischen wie literarischen Abend rund um die künstlerische Freiheit. Am 9.11., dem Jahrestag der „Reichskristallnacht“ wollen wir erinnern: mit dem Augenzeugenbericht des amerikanischen Generalkonsuls, mit den Lyrikerinnen Selma Meerbaum-Eisinger, Hilde Domin und Mascha Kaléko und dem Reutlinger Dichter Bernd Storz. Dazu und dazwischen erklingt Musik u.a. von Sergiu Natra und Roman Haubenstock-Ramati und als Kenrstück und Höhepunkt des Abends „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi.
Wie freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Bezirkskantorat Ludwigsburg und dem Förderverein für Musik an der Stadtkirche e.V. bei den Konzerte und Lesungen der Hermann Haake Stiftung in diesem November in der Stadtkirche Ludwigsburg.
Pavlina Chamantne, Sopran Christina Maier, Mezzosopran Piotr Gryniewicki, Tenor Junoh Lee, Bass
Bernhard Epstein, Klavier und Leitung
Im Opernrepertoire sind die Liebe zur Freiheit und Freiheit in der Liebe schon immer die großen Themen gewesen. Politische und äußere Zwänge, Machtansprüche und Widersacher versuchen die Freiheit anderer einzuschränken, viele Konflikte werden durch den Kampf um Freiheit entfacht. So kämpft Manon Lescaut um die Freiheit, sich für ihren Geliebten Des Grieux entscheiden zu dürfen, Cleopatra beweint ihr Schicksal in Ketten gelegt im Kerker und Kaspar lockt seinen Konkurrenten Max in eine Falle, sich mit teuflischen Freikugeln seine Braut Agathe freizuschießen. Dieser Opernabend zeigt den Kampf um Freiheit in all seinen Facetten mit Werken von W.A. Mozart, C. M. v. Weber, P. Mascagni, G. Puccini u.a.
Johanna Pommranz, Sopran Konstantin Ingenpaß, Bariton Gabriel Klitzing, Bass Lukas Plag, Violoncello Fabian Wöhrle, Orgel Wolfgang Haupt, Sprecher RobertBärwald, Klavier und Konzeption
Barbara Potthast, Grußwort Vorsitzende der Schubart-Gesellschaft
Politisch „frei wie die Forelle“ waren sowohl die Teilnehmer der Schubertiaden wie auch der unermüdliche Freiheitskämpfer und Jubilar 2021 C.F.D. Schubart, an dessen einstiger Wirkungstätte, der Ludwigsburger Stadtkirche, sieben Künstler einen Abend rund um die künstlerische Freiheit gestalten.
Ein Zeitzeugenbericht Lyrische Reflexionen – von Selma Meerbaum-Eisinger, Hilde Domin, Mascha Kaléko und Bernd Storz Neue Musik – u. a. „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi
Ensemble TransPort Maura Knierim, Harfe Anna Stelzner, Kontrabass Luis Azcona, Perkussion
JohannesSchwarz, Fagott
RudolfGuckelsberger, Sprecher
Der Autor Bernd Storz ist anwesend.
Am 9. und 10. November 1938 setzten organisierte Schlägertrupps im gesamten Deutschen Reich, in Österreich und der Tschechoslowakei Synagogen in Brand, plünderten jüdische Geschäfte und verwüsteten Wohnungen. Tausende Juden wurden misshandelt, verhaftet oder getötet. Die „Reichskristallnacht“, wie sie bald genannt wurde, war das offizielle Signal zum größten Völkermord in Europa.
An diese geschichtliche Zäsur, die ihre Schatten auch nach 83 Jahren noch auf uns wirft, wollen wir erinnern: mit einem Augenzeugenbericht des damaligen amerikanischen Generalkonsuls in Stuttgart, Samuel Honaker, mit Gedichten der Jüdinnen Selma Meerbaum-Eisinger (einer Cousine Paul Celans), Hilde Domin und Mascha Kaléko sowie mit Impressionen des Reutlinger Dichters Bernd Storz. Im Wechsel mit diesen Zeitzeugnissen und lyrischen Reflexionen erklingt Musik von Komponistinnen und Komponisten, deren überzeitlich gültige Werke zu einem intensiven, geradezu zeremoniellen Hörerleben einladen: „Gebet“ von Sergiu Natra, „Konstellationen“ von Roman Haubenstock-Ramati (beide jüdischer Herkunft), „Dunst“ von Macarena Rosmanich, „Ciel étoilé“ („Sternenhimmel“) von Kaija Saariaho und „Kurzes Leben“ von Claus-Steffen Mahnkopf.
Musikalisches Kernstück (und Höhepunkt) des Abends ist jedoch „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi. Der in die Ewigkeit reichende Friedensimpuls, der in diesem Werk kontinuierlich erklingt, kann als der gemeinsame Nenner unseres Gedenkkonzerts begriffen werden. Die außergewöhnliche Besetzung des Stücks – Harfe, Kontrabass und Tamtam – hat die drei Musiker*innen Luis Azcona (Perkussion), Anna Stelzner (Kontrabass) und Maura Knierim (Harfe) zusammengeführt und zur Gründung des Ensemble TransPort veranlasst.
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