Programm 2019

unterwegs

in Raum, Zeit und Gesellschaft sind wir unser Leben lang.

Die Hermann Haake Stiftung heißt alle Reisenden, Besucher und Gäste vom 19. bis 22. September 2019 im Residenzschloss Ludwigsburg willkommen. An vier Tagen hören und sehen Sie ein inhaltsreiches und vielfältiges Programm mit Konzerten und Lesungen zu unterwegs sein. Wir verbinden an jedem Abend und bei der Matinée am Sonntag unterschiedliche Stationen und Projekte.

Auf Begegnungen unterwegs und Gespräche nach den Konzerten, bei einem Glas Wein oder Saft, freuen wir uns gemeinsam mit den auftretenden Künstlern.

Freia Fischer
Künstlerische Leiterin der Hermann Haake Stiftung

Donnerstag, 19.09.19

Donnerstag 19.09.2019, 19:30 Uhr, Eröffnung im Schlosstheater

Robert Bärwald, Paula Jeckstadt, Johannes Fritsche (© Foto links: privat – Foto mitte: Peter Kächele – Foto rechts: Florian Lill)

„EIN MÄRCHEN AUS ALTEN ZEITEN DAS GEHT MIR NICHT AUS DEM SINN.“


Lieder nach Texten von Heinrich Heine vertont von Schumann, Schubert, Mendelssohn, Liszt u.a.


Paula Jeckstadt, Sopran
Johannes Fritsche, Bariton

Robert Bärwald, Klavier und Moderation


NOTOS Quartett (© Foto: Uwe Arens)

NOTOS QUARTETT
SINFONISCHE KAMMERMUSIK


Komponisten und Werke auf neuen Wegen


NOTOS Quartett
Sindri Lederer
, Violine
Andrea Burger, Viola
Philip Graham, Violoncello
Antonia Köster, Klavier


Johannes Brahms Sinfonie in F-Dur op. 90 in einer Bearbeitung für das Notos Quartett von Andreas N. Tarkmann
Antonín Dvořák Klavierquartett in Es-Dur op. 87

Paula Jeckstadt

Paula Jeckstadt Die Sopranistin Paula Jeckstadt, 1994 in Bad Urach geboren, begann 2011 ihre Gesangsausbildung als Jungstudentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Francisco Araiza. Nach ihrem Abitur nahm sie … weiterlesen >>

Johannes Fritsche

Johannes Fritsche Bariton, studiert Master Oper an der Opernschule der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart bei Prof. Ulrike Sonntag. Er trat bereits mit dem Freiburger Barockorchester, La Banda, dem Stuttgarter Kammerorchester, der Karajan-Akademie … weiterlesen >>

Robert Bärwald

Robert Bärwald Robert Bärwald wurde in Esslingen am Neckar geboren . Schon als Jugendlicher war er mehrfacher Preisträger als Solist und Kammermusiker beim Wettbwewerb Jugend musiziert .An der staatlichen Hochschule für music und Darstellende Kunst … weiterlesen >>

Notos Quartett

NOTOS Quartett Sindri Lederer – Violine Andrea Burger – Viola Philip Graham – Violoncello Antonia Köster – Klavier Das Notos Quartett gilt als eine „der herausragenden Kammermusikformationen der Gegenwart“ (FONO FORUM 09/2017). Publikum wie Kritiker … weiterlesen >>

Freitag, 20.09.19

Freitag 20.09.2019, 19:30 Uhr im Schlosstheater und Gardesaal

BROKEN FRAMES SYNDICATE, Rudolf Guckelsberger (© Fotos: privat)

ON THE ROAD


Ein performativer Abend über das Unterwegssein

Warum verreisen wir? Und wohin? Lohnt es sich das Gewohnte hinter sich zu lassen? Mit alter und neuer Musik im Gepäck sowie Texten vom Barock bis zu Jack Kerouac suchen wir nach Antworten. Abseits tradierter Pfade!


Johannes Schwarz, Einführung


BROKEN FRAMES SYNDICATE
Moritz Schneidewendt
, Klarinette
Katrin Szamatulski, Flöte
William Overcash, Violine
Yu-Ling Chiu, Schlagwerk
Vitaliy Kyianytsia, Klavier

Rudolf Guckelsberger, Literatur und Sprecher


Sechs Reisende machen sich auf den Weg und begeben sich auf eine individuelle Reise. Mit Musik und Literatur im Gepäck laufen sie los, wandern oder setzen sich hinters Steuer, der Ungewissheit entgegen.
Doch, lohnt es sich, das Gewohnte hinter sich zu lassen und den Aufbruch zu wagen? Liegt hinter dem Horizont die ersehnte Freiheit? Finden sich auf dem Weg Liebe und Geborgenheit? Und spielt dann auch das Wetter mit? Was bedeutet es, unterwegs zu sein?
Das Ensemble für zeitgenössische Musik Broken Frames Syndicate (in der Besetzung Klarinette, Flöte, Violine, Klavier und Schlagwerk) hat nach Antworten gesucht und begibt sich mit Rudolf Guckelsberger (Sprecher) auf eine Reise durch Raum und Zeit: In einer groß angelegten Performance mit alter und neuer Musik (von barocken Anklängen, über Schuberts „Winterreise“ bis zu Werken von Mauricio Kagel, Carola Bauckhold und anderen) sowie Texten vom 17. Jahrhundert bis zu Jack Kerouac, dem wichtigsten Autor der US-amerikanischen Beat-Generation, geht es um das vielfältige Streben nach äußerer und innerer Freiheit, um das Abenteuer des Reisens in ferne Welten und in die eigene Seele.
Reisen Sie mit uns und lassen Sie sich, abseits der tradierten Pfade klassischer Kammermusikabende, von Ihrer Neugierde leiten! Die Koffer sind gepackt, das Auto vollgetankt…

William Overcash, Moritz Schneidewendt (© Foto: Timo Herbst)

WIE KLINGT KANDINSKY?


Synthese von bildender Kunst und Musik
100 Jahre Bauhaus – auch wir gratulieren


William Overcash, Violine
Moritz Schneidewendt, Klarinette


Wie klingt ein gelbes Dreieck?
Welche Töne stecken in einer roten Kugel?
Und hat ein Bild Rhythmus?

Die beiden Künstler William Overcash (Violine) und Moritz Schneidewendt (Klarinette) sind diesen und ähnlichen Fragen auf den Grund gegangen und bieten als Duo einen innovativen Zugang zu klassischer Musik und bildender Kunst. 2019, im Bauhaus Jubiläum, setzten sie sich im Rahmen einer Künstlerresidenz der Stiftung Bauhaus Dessau und des Kurt Weill-Fests intensiv mit Wassiliy Kandinsky auseinander. Für den berühmten, synästhetisch begabten Bauhausmeisters war ein Zusammenhang zwischen Musik und Bild offensichtlich – jede Farbe, jede Form besitzt für ihn einen ganz eigenen inneren Klang. Kann man diesen hörbar machen?
Aus der Analyse des graphischen sowie des literarischen Werks Kandinskys entstanden so klingende, sehr individuelle Interpretationen großformatiger Bilder für Klarinette, Violine und Elektronik. Nachdem diese in einer performativen Show schon in den historischen Meisterhäusern in Dessau zur Uraufführung kamen, werden die klingenden Bilder sowie Kompositionen befreundeter Komponist*innen nun im barocken Ambiente des Gardesaals im Ludwigsburger Schloss geboten.

Johannes Schwarz

Johannes Schwarz Jahrgang 1970, studierte Fagott in Köln, Essen, Basel und Berlin und ist seit 2003 Mitglied des Ensemble Modern. Seit 1996 hat er über 25 CDs im Bereich Klassik und zeitgenössische Musik eingespielt, davon … weiterlesen >>

BROKEN FRAMES SYNDICATE

BROKEN FRAMES SYNDICATE Wir sind eine Gruppe junger, internationaler Musiker*innen, deren Ziel es ist, einen neuen und innovativen Weg in der zeitgenössischen Musik zu gehen. Als Mitglieder der renommierten „Internationalen Ensemble Modern Akademie“ (IEMA) haben … weiterlesen >>

Rudolf Guckelsberger

Rudolf Guckelsberger geboren 1959 in Köln geboren, studierte zunächst katholische Theologie in Bonn und Würzburg, dann Sprechkunst und Sprecherziehung an der Musikhochschule Stuttgart. Beide Studiengänge schloss er mit dem Diplom und Auszeichnung ab. Seit 1990 arbeitet … weiterlesen >>

Moritz Schneidewendt

Moritz Schneidewendt ist klassisch ausgebildeter Klarinettist. Als solcher folgt er vor allem seiner Leidenschaft für die Kammermusik und interessiert sich für das kreative Potential des Miteinanders. Einen ganz besonderen Reiz hat für Ihn dabei die … weiterlesen >>

William Overcash

William Overcash ist ein Geiger, dessen Hauptaugenmerk auf der Weiterentwicklung der Musik liegt. Er erhielt vor kurzem einen Master-Abschluss an der Shepherd School of Music in Houston, wo er bei Kathleen Winkler studierte, und erwarb … weiterlesen >>

Samstag, 21.09.19

Samstag 21.09.2019, 18:00 Uhr, Abschlusskonzert im Schlosstheater

Doriana Tchakarova, Konstantin Krimmel (©Foto: privat)

DER WANDERNDE ERZÄHLER

Lieder von Franz Schubert, Carl Loewe, Ralf Vaughan Williams und Hugo Wolf

Konstantin Krimmel, Bariton
Doriana Tchakarova, Klavier


 

Sebastian Fuß (©Foto: privat)

WANDERER-FANTASIE

Sebastian Fuß, Klavier

Alexander Skrjabin (1872-1915) 3 Etüden op. 65
Franz Schubert “Wanderer-Fantasie“ in op. 15 C-Dur


Bernhard Epstein, Sarah Yang, Paul Sutton, Maksim Progrebniak, Alice Rossi, Timo Hannig (©Fotos:privat)

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Auszüge aus Mozarts Singspiel

Der Spanier Belmonte versucht seine geliebte Konstanze in der Türkei zu befreien. Dort wütet Osmin, Bassa Selim aber, weise geworden, verzichtet letztendlich auf Konstanze. Milde waltet im “Wiener Morgenland“.


Alice Rossi, Sopran (Konstanze)
Sarah Yang, Sopran (Blonde)
Paul Sutton, Tenor (Belmonte)
Maksim Progrebniak, Tenor (Pedrillo)
Timo Hannig, Bass (Osmin)

Bernhard Epstein, Klavier und Leitung

Von Kaiser Joseph II. beauftragt, schrieb Mozart das Singspiel Die Entführung aus dem Serail, welches am 22. August 1781 im Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde. Ursprünglich. Der junge Liebhaber Belmonte macht sich von Spanien auf den Weg in die Türkei, um seine geliebte Konstanze aus den Sklavenfängen des Bassa Selim zu befreien. Dort angekommen, begegnen ihm einige Gefahren, wie auch der Wüterich Osmin, der seine Feinde gerne erst köpft und dann erhängt. Am Ende siegt dann doch die Milde und der weise Bassa Selim übt politischen wie persönlichen Verzicht und lässt Konstanze frei. Die Probleme des Morgenlandes erkannte Mozart früh und setzt mit seiner Entführung eine neue Meßlatte für das Singspiel, das bis dahin in Wien eher als eine bescheidene Kunstgattung galt.


Doriana Tchakarova

Doriana Tchakarova  wurde  im bulgarischen Varna geboren. An der Musikhochschule Stuttgart  absolvierte sie  ihr Bachelor – und Masterstudium im Hauptfach Klavier bei Prof. Fernande Kaeser sowie Prof. Friedemann Rieger und studierte in der Liedklasse von Prof. Konrad Richter.Im April 1993 … weiterlesen >>

Konstantin Krimmel

Konstantin Krimmel ist Gewinner und Publikumspreisträger des Deutschen Musikwettbewerbs 2019, des ersten Internationalen Helmut-Deutsch Liedwettbewerbs 2019,des ersten Internationalen Haydn Wettbewerbs für klassisches Lied und Arie Rohrau 2018 und des Rising Stars Grand Prix International Music Competition Berlin 2018 (Kategorie Lieddduo mit Doriana … weiterlesen >>

Sebastian Fuß

Sebastian Fuß geboren 1999 in Reutlingen, erhält Klavierunterricht seit seinem 6. Lebensjahr bei der Reutlinger Pianistin Angela-Charlott Linckelmann. In Meisterkursen erhielt er zudem wichtige Impulse von Matthias Kirschnereit, Konrad Elser, Matti Raekallio, Claudio Martinez Mehner … weiterlesen >>

Bernhard Epstein

Bernhard Epstein   wurde in Stuttgart geboren war als Pianist erster Preisträger bei verschiedenen Wettbewerben wie beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, beim Deutschen Tonkünstlerverband und beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg. 1992 erhielt er den Klassik-Sonderpreis der Deutschen … weiterlesen >>

Sarah Yang

Sarah Yang ist in 1992 in Wuppertal geboren und verbrachte ihr Leben bis 2002 in Hamburg. In 2008 wurde sie an der Sunhwa Art Highschool in Süd-Korea aufgenommen. In 2015 machte sie an der Korea … weiterlesen >>

Maksim Pogrebniak

Maksim Pogrebniak wurde in Litauen geboren und studierte Gesang an der Litauischen Akademie für Musik und Theater bei Prof. Virgilijus Noreika. 2015 absolvierte er ein Erasmussemester bei KS Prof. Francisco Araiza an der Staatlichen Hochschule … weiterlesen >>

Sonntag, 22.09.19

Sonntag 22.09.2019, 11:00 Uhr, Matinée im Bacchuszimmer

Veit Erdmann-Abele, Yu-Ling Chiu, Katrin Szamatulski (©Fotos: privat)

LYRICAL und SHORT STORIES

Veit Erdmann-Abele zum 75 Geburtstag


LYRICAL 5 Stücke Flöte solo
SHORT STORIES Altquerflöte und Percussion
(Uraufführungen)

Katrin Szamatulski, Flöte
Yu-Ling Chiu, Percussion

Veit Erdmann-Abele, Komponist


Hannah Wehrum, Ramon Schmid, Isabel Schmier, Valentin Koch, Erik Biscalchin (©privat)

VOR MIR DIE WELT

Lyrik-Performance über das Reisen und Unterwegssein

Gedichte von Eichendorff, Kaléko und Ringelnatz, aber auch von weniger bekannten Dichtern. Fern- und Heimweh, Sehnsucht nach unbekannten Orten und dem Abenteuer. Weggehen und Wiederkommen. Kennenlernen der Heimat mit „neuen“ Augen.


Ramon Schmid, Sprecher
Isabel Schmier, Sprecherin
Hannah Wehrum, Sprecherin
Valentin Koch, Gitarre
Erik Biscalchin, Bass

Michael Speer, Regie


Vielseitig und zuweilen hochvirtuos werden Gedichte von Eichendorf, Kästner, Kaléko, Fontane, Ringelnatz und auch weniger bekannten Dichtern zu einem neuen, modernen Leben erweckt. Es geht um Fern- und Heimweh, Sehnsucht, Abenteuer, Heimat, das Weggehen und Wiederkommen.
Aus dem umfangreichen Repertoire der Reiselyrik vom Sturm und Drang bis zur Gegenwart werden Gedichte ausgewählt, die in unterschiedlichsten Spielarten inszeniert werden:

a.  dialogische/szenische Darstellung
b.  chorische Varianten
c.  mit Elementen des Rap und des Beatboxings
d.  klassische, solistische Rezitation
e.  Slam-Poetry

Die verschiedenen Herangehensweisen werfen ein neuen Blick auf diese Gedichte und es wird klar, dass es neben der literaturwissenschaftlichen eben auch eine gesprochene Interpretation gibt, die sich jenseits von „richtig“ und „falsch“ bewegt:
Lyrik vom Feinsten, jung, hautnah und lebendig.

Hinzu kommen spannende Bearbeitungen von deutschsprachiger Schlager- oder Popmusik, die das Reisen zum Thema haben. Aber auch Volkslieder – oftmals vertonte Gedichte – spielen als Zitate oder auch ironische Kommentare eine Rolle.

Auf der Bühne stehen 4 Studierenden des Studiengangs Sprechkunst/Sprecherziehung und 2 Studierenden des Bachelor Jazz- und Popularmusik von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.