lights | eternal blossoming

Lights – Saskia Fischer © Jannis Uffrecht, Eternal Blossoming – Marlon Lanziner © privat

Ausstellung 20. bis 22. September

Lights | Eternal Blossoming

Saskia Fischer: Lights / Borosilikatglas, Neon, Argon, Quecksilber, Draht, Transformator
Marlon Lanziner: Eternal Blossoming / Bronze /2022-2024

Ausstellungseröffnung am 20. September 20:00 Uhr


Im Rahmen des Eröffnungskonzertes Tracing change – Fabrik Quartet
Mit einer Betrachtung des Schriftstellers Bernd Storz
Sophie Richter, Sprecherin

Freitag 20.09.24 – 20 Uhr

Fabrik Quartet © Kathrin Benstem

Freitag, 20.September 20:00 Uhr

Tracing change

Strawinsky, Widmann, Esther Pérez Soriano (Deutsche Erstaufführung), Hèctor Parra

Fabrik Quartet 

Federico Ceppetelli, Violine
Veronika Paleeva, Violine
Jacobo Díaz Robledillo, Viola
Elena Cappelletti, Violoncello

Im Eröffnungskonzert wird das Werden, wird die Veränderung, ständig zu spüren sein, sowohl in den einzelnen Stücken, wie in der Reihenfolge der Aufführung. Die fortschreitende Entwicklung und Umwandlung von Klangfarben führt das Quartett zu einer ständigen Neuformulierung seiner selbst.

Ausstellungseröffnung

Lights von Saskia Fischer
Eternal Blossoming von Marlon Lanziner
mit einer Betrachtung des Schriftstellers Bernd Storz
Sophie Richter, Sprecherin

Tracing change – Fabrik Quartet

„Das Nichts ist als dieses unmittelbare, sich selbst gleiche, ebenso umgekehrt dasselbe, was das Sein ist. Die Wahrheit des Seins sowie des Nichts ist daher die Einheit beider; diese Einheit ist das Werden.“ (G.W.F. Hegel, Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften)

Igor Stravinskij (1882-1971), Trois pièces pour quatuor à cordes (1914)
Jörg Widmann (1973), 1. Streichquartett (1997)
Esther Pérez Soriano (1990), “Spinners and Spiders” (2024) D.E.
Hèctor Parra (1976), “Un concertino di angeli per le pareti del mio cranio” (2020)

Das Thema des Werdens, der Veränderung wird in diesem Konzert in einer doppelten Dimension behandelt: makroskopisch und mikroskopisch. 
In jedem Stück gibt es Elemente in ständiger Entwicklung oder Abfolge. Bei Stravinskij folgen die drei Stücke, aus denen die Komposition besteht, ohne jegliche Kontinuität aufeinander und entführen den Hörer in eine Klangwelt mit ständig wechselnder Atmosphäre.  Bei Widmann ist ein allgegenwärtiges Feuer spürbar, das durch den extremen Einsatz von Tempi, von manchmal extrem gedehnten Passagen bis hin zu unglaublich virtuosen, und von Ausdrucksmitteln, manchmal singend und ruhig und manchmal leidenschaftlich und heftig, das Stück nie statisch, sondern im Gegenteil lebendig und sich ständig weiterentwickelnd macht. Esther Pérez Soriano Stück wurde dieses Jahr für uns komponiert und wir werden es bei diesem Konzert zum ersten Mal in Deutschland präsentieren. Beeinflusst von Komponisten wie Ligeti und Parra wechselt Pérez zwischen wörtlichen oder unvollkommenen Wiederholungen, die durch Fäden/Linien ergänzt werden, die manchmal Texturen erzeugen. Aber bei ‚Spinners und Spiders‘ geht es vor allem um die Absicht, der Welt um uns herum durch assoziatives, intuitives und/oder magisches Denken ein wenig Form zu geben. 
Inspiriert sowohl von Episode IV von Pasolini ‚Orgia‘ als auch von einigen überraschenden kompositorischen Entdeckungen des Komponisten Robert Gerhard, erforscht dieses Quartett von Hector Parra die Gegensätze zwischen Homophonie und Polyphonie, Flachheit und Rauheit, Modernität und Archaismus. 

Die Reihenfolge, in der diese Stücke aufgeführt werden, stellt auch eine fortschreitende Entwicklung und Umwandlung von Klangfarben dar, auf einem Weg, der das Quartett zu einer ständigen Neuformulierung seiner selbst führt.

Kartenvorverkauf

Samstag 21.09.24 – 20 Uhr

v.o.l.n.u.r: Bernhard Epstein, Anastasia Wanek, Arthur Adams-Close, Clara Schneider © Ernesto Casareto, Gustav Wenzel Most, Elena Salvatori, © alle anderen privat

Samstag, 21.September 20:00 Uhr

Lug und Trug in der Welt der Oper

Elena Salvatori, Sopran
Anastasia Wanek, Sopran
Clara Schneider, Mezzosopran
Gustav Wenzel Most, Tenor
Arthur Adams-Close, Bariton

Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption

Gelogen und Betrogen wird in der Oper am laufenden Band, sei es mit Fausts Verführung durch Mephisto, einem großen Täuschungsmanöver bei Così fan tutte oder wenn Rigoletto seiner Tochter Gilda den wahren Charakter des Herzogs vor Augen führt. An diesem Abend werden einige der großen Lügen der Operngeschichte aufgedeckt und wir schauen hinter die Fassade des trügenden Scheins bei Werken von Verdi, Puccini, Gounod, Mozart, Rossini u.a.

KARTENVORVERKAUF

Sonntag 22.09.24 – 11 Uhr Matinee

Fotos vo.l.n.u.r: Rudolf Guckelsberger © privat, Maura Knierim © Johannes Simon, Luis Azcona © Quentin Chevrier, Veit Erdmann-Abele © privat, Leopold Rucker © Antonia Hadulla, Julian Diepolder © Tabea Zorn

Sonntag, 22. September 11:00 Uhr Matinée

Herzschlag der Erde

Giacinto Scelsi, Sofia Gubaidulina, Veit Erdmann-Abele (UA) u.a.
Texte von Goethe, Proust u.a.

Maura Knierim, Harfe
Luis Azcona, Schlagwerk
Leopold Rucker, Kontrabass
Julian Diepolder, Sprecher
Rudolf Guckelsberger, Sprecher

Mit Werken von Giacinto Scelsi, Sofia Gubaidulina und der Uraufführung von Veit Erdmann-Abeles “Musik aus Mittelerde” suchen sich Harfe, Marimbaphon, Kontrabass und Schlagwerk einen Weg in archaische Sphären. Die Musik steht im Dialog mit der bildhaften Sprache und den präzisen Momentaufnahmen von Goethe, Proust, Peter Bichsel u.a.. Der entstehende Raum zwischen den Akteuren eröffnet ein Vergegenwärtigen und Verweilen im Schönen und im steten Wechsel.

Im Anschluss: Veit Erdmann-Abele, Freia Fischer, Rudolf Guckelsberger und Susanne Immer in einem Gespräch über die Entstehung von Kunst.

KARTENVORVERKAUF

Sonntag 22.09.24 – 17 Uhr

Fotos v.o.I.n.u.r.: Ido Ramot © Theresa Pewal, Jakob Plag © privat, Olivier Nilles © privat, Robert Bärwald © privat, Jakow Pavlenko © Mykola Pavlenko

Sonntag,  22.September 17:00 Uhr

…Teuflisches…

Jakow Pavlenko, Violine
Jakob Plag, Klarinette
Olivier Nilles, Bariton
Ido Ramot, Klavier und Improvisation

Robert Bärwald, Klavier und Moderation

„Teuflisches“ steht auf dem Programm des Kammerkonzerts der 4 international preisgekrönten Stipendiat*innen der Hermann Haake Stiftung 2024 im Schloss Monrepos. Neben teuflisch virtuosen Werken von Eugene Ysaye, sind die Fantasiestücke für Klarinette von Robert Schumann und zum Abschluss Franz Liszt berühmter Mephistowalzer zu hören, der nahtlos in die Improvisationen auf Zuruf des Publikums übergeht.


KARTENVORVERKAUF

Programm 2023

Liebe Interessierte, Gäste, Freundinnen und Freunde

Wolkenbilder – Naturschauspiele zum Träumen, Schutz und Bedrohung, Bewegung und Erfrischung sind in diesem Jahr Thema der Veranstaltungen.

18 ausgewählte Künstler, Musiker, Sänger und eine Sprecherin werden den Raum der Stadtkirche Ludwigsburg mit ihren besonderen Konzerten aus Klassik, Romantik und Moderne zum Klingen bringen. Die Ausstellung Neue Sichten, Neue Wege mit Kunstobjekten, die von den Besuchern zum Schwingen gebracht werden können, bilden ein lebendiges Gegenüber für die Augen der Zuhörer.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch, ein Wiedersehen und gute Gespräche.

Ihre
Freia Fischer

Freitag 13.10.23

Fabrik Quartet, Marie Seith

Freitag 13. Oktober 19:30 Uhr

Interchange

Schubert, Nemtsov, Iannotta, Spahlinger, Applebaum, Texte: Hesse, Hughes, Storz

FABRIK QUARTET
Federico Ceppetelli, Violine
Adam Woodward, Violine
Jacobo Díaz Robledillo, Viola
Elena Cappelletti, Violoncello

Marie Seith, Sprecherin

Der Begriff der Komposition wird im wahrsten Sinne des Wortes erforscht, als Klangform. Inmitten der Objekte von Susanne Immer entführen unterschiedlichste Stücke in eine sich ständig verändernde Klangwelt. Die Anhäufung und Auflösung von Klängen wie Wolkenpartikel, die sich mal anziehen, mal abstoßen oder ganz auflösen, erzeugt eine konstante, aber nicht wahrnehmbare Spannung, die als Gravitationskraft der Komposition und als kommunikative Energie auf die Zuhörer wirkt. 

Samstag 14.10.23

Ekin Su Paker, Lana Maletić, Bernhard Epstein, Piotr Gryniewicki, Jonathan Macker

Samstag 14. Oktober 19:30 Uhr

In diesem Wetter, in diesem Braus …

Verdi, Mendelssohn, Wagner, Leoncavallo, Loewe, Mahler und Humperdinck

Ekin Su Paker, Sopran
Lana Maletić, Mezzosopran
Piotr Gryniewicki, Tenor
Jonathan Macker, Bassbariton
Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption

Zwischen Himmel und Erde schwirren in der Welt der Oper ganz unterschiedliche Gestalten umher: schräge Vögel, dunkle Wolken, Hexen auf Besen und stürmische Windgeister. Vier junge Sängerinnen und Sänger der Opernschule Stuttgart entführen uns mit Opernszenen, wetternden Arien und Balladen in die atmosphärischen Schichten zwischen Boden und Sternen und zeigen uns Naturgewalten und schwindelnde Höhen ebenso wie die Untiefen des Nachthimmels.

Sonntag 15.10.23

Lukas Plag, Saskia Maas, Olivier Nilles, Jakob Plag, Jacopo Giovannini, Robert Bärwald

Sonntag 15. Oktober 17:00 Uhr

Die Wolke wird mein Flügel

Werke von Wolf, Schubert, Rachmaninov u.a.

Lukas Plag, Violoncello
Jakob Plag, Klarinette
Jacopo Giovannini, Klavier
Saskia Maas, Sopran
Olivier Nilles, Bariton
Robert Bärwald, Klavier und Moderation

Mit Liedern, Opernarien und romantischer Kammermusik entführen fünf preisgekrönte musikalische Spitzentalente auf eine Reise in den musikalischen Wolkenhimmel die „hoch droben auf dem Berge“ bei Franz Schuberts „Hirt auf dem Felsen“ gipfelt und von dort aus ein neues Panorama eröffnet. 

GOLD A/ORT

GOLD A/ORT

Ein Projekt der Abteilung Kunst der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg ausgestellt in der Stadtkirche Ludwigsburg
Preisverleihung am 23.07.2022 durch die Hermann Haake Stiftung

Mit der Jurierung und der Auslobung von Preisen hat die Hermann Haake Stiftung im Juli 2022 das Kunstprojekt GOLD A/ORT von Studierenden der Abteilung Kunst der PH Ludwigsburg gefördert. Das Projekt hat sich intensiv mit Kunst und öffentlichem Raum befasst, Situationen und aktuelle gesellschaftliche und künstlerische Auseinandersetzungen vor Ort in Ludwigsburg thematisiert. Eingereicht wurden 22 Arbeiten, drei dotierte Preise und zwei Anerkennungen wurden von der dreiköpfigen Fachjury vergeben.

„Das Projekt macht es sich zur Aufgabe, den eigenständigen Wert, den Kunst und Kultur für eine Stadt-/Kulturgemeinschaft haben, ins Gedächtnis zu rufen und in die Wahrnehmung zu bringen.“ (Prof. Dr. Goda Plaum, Abteilung Kunst, Pädagogische Hochschule Ludwigsburg)

Programm 2022

Liebe Gäste, liebe Freundinnen und Freunde der Kunst und der Hermann Haake Stiftung,

wir Menschen leben heute und lebten stets auf unserer Erde zwischen Himmel und Abgrund. Kunst und Kultur spiegeln das wider, konfrontieren uns, überraschen uns und ermöglichen uns Wege und Ausblicke zu finden. Im Austausch mit Künstlerinnen und Künstlern ist das Thema und das Programm Himmel Erde Abgrund entstanden.

Mit Ingeborg Bachmann und Paul Celan, Schubert, Bach, Strauss und Mahler eröffnet Bernhard Epstein die diesjährige Veranstaltungsreihe der Hermann Haake Stiftung. Untrennbare Gegensätze werden künstlerisch beleuchtet, Rudolf Guckelsberger wird unter anderem Paul Celans Todesfuge sprechen.
Das Broken Frames Syndicate wird Olivier Messiaens Quartett an das Ende der Zeit spielen und mit aktuellen Texten und Werken zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten die drängenden Fragen einer jungen Generation mit Ausblick und Hoffnung verbinden.  Mit Pensieri brevi – Vier Rezitative für Flöte und Sopran wird eine Uraufführung des Komponisten Veit Erdmann gespielt. Der Komponist wird anwesend sein.
Die vielfältigen Möglichkeiten der Sprache und die Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins werden bei Balladen | Melodramen | Orgelimprovisationen im Mittelpunkt stehen. Fontane, Schiller, Brentano – Liebe, Rache, Schicksal.
Der abschließende Sonntagnachmittag zeigt musikalisch in Arien und Liedern heitere und abgründige Menschenbilder. Harfe, Soprane, Bariton und Bass leitet Robert Bärwald in Werken von Debussy, Wagner, Puccini und einigen anderen Komponisten durch viel Himmel, ein wenig Erde und noch weniger Abgrund.

Vor dem Auffinden eines Weges zwischen Himmel und Abgrund steht Orientierung und Auseinandersetzung. Um es in künstlerischem Sinne mit Jean Luc Godard auszudrücken: Was heißt verstehen? Vor dem Verstehen muss man erst einmal etwas in sich aufnehmen.

Für die Veranstaltungsreihe arbeiten wir gut und sehr gerne mit dem Bezirkskantorat Ludwigsburg und dem Förderverein für Musik an der Stadtkirche e.V. zusammen.

Ihre Freia Fischer
Künstlerische Leiterin der Hermann Haake Stiftung

Donnerstag 3.11.22

Bernhard Epstein, Doriana Tchakarova, Anna-Lena Elbert, Rudolf Guckelsberger, Hans Porten

Donnerstag  3. November  19:30 Uhr

Liebe – Mensch – Verzweiflung

Romantisches Kunstlied und moderne Dichtung

Wer auf dem Kopf geht, der hat den Himmel als Abgrund unter sich. – Paul Celan


Werke von Schubert, Schumann, Bach, Strauss, Mahler, Celan, Bachmann, Hölderlin 

Anna-Lena Elbert, Sopran
Hans Porten
, Bariton
Rudolf Guckelsberger, Rezitation
Doriana Tchakarova,
Klavier
Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption

Die Todesfuge von Paul Celan und sein Liebesgedicht Corona treffen auf literarische und musikalische Meisterwerke verschiedenster Epochen, die in einem erstaunlichen Bezug zueinander stehen und untrennbare Gegensätze beleuchten: Licht und Dunkel, Leben und Tod, Vergangenheit und Zukunft, das Weibliche und das Männliche. Eine Reise auf allen emotionalen und geistigen Ebenen, vom Himmelsall bis in tiefste Abgründe der menschlichen Seele – und wieder zurück.

Freitag 4.11.22

Katrin Szamatulski, Viviane Hasler, Vitalii Kyianytsia, Moritz Schneidewendt, William Overcash, Kyubin Hwang

Freitag  4. November  19:30 Uhr

HOW DARE YOU !?

Olivier Messiaen Quartett an das Ende der Zeit

Weitere Werke von Kaija Saariaho, Lori Laitmann, Yu Kuwabarah, Elis Hallik, Veit Erdmann-Abele (UA)
Texte von Jonathan Franzen, Greta Thunberg, Luisa Neubauer u.a.

BROKEN FRAMES SYNDICATE
Katrin Szamatulski
, Flöte
Moritz Schneidewendt, Klarinette
Veronika Paleeva, 
Violine (Umbesetzung anstelle William Overcash)
Kyubin Hwang
, Violoncello
Vitalii Kyianytsia, Klavier

mit Viviane Hasler, Sopran


Angesichts der unübersehbaren Klimakrise steht die Menschheit am Abgrund. Wir müssen uns eingestehen: Wir haben keine Zeit mehr! Mit zeitgenössischen Stimmen und Olivier Messiaens Quartett an das Ende der Zeit macht sich Broken Frames Syndicate auf die Suche nach Hoffnung in schweren Zeiten.

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Samstag 5.11.22

Pascal Zurek, Mareike Köhler, Sophie Richter, Peter Schleicher, Janis Hanenberg, Marcus Westhoff, Michael Speer

Samstag 5. November 19:30 Uhr

Klassische Balladen | Orgelimprovisation | Melodramen

Janis Hanenberg, Sprecher
Annemarie Klemm, Sprecherin
Mareike Köhler, Sprecherin
Sophie Richter, Sprecherin
Marcus Westhoff,
Sprecher
Pascal Zurek,
Melodramen
Peter Schleicher, Orgel
Michael Speer, Leitung

Liebe, Arglist, Sadismus, Gewalt, Mord, Tod, Schmerz, Rache, Schicksal: Das sind die Elemente aus denen die Balladen von Fontane, Schiller, Brentano u.a.
gebaut sind. Durch Solorezitationen, in auskomponierten Melodramen und chorischen Varianten werden sie lebendig.

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Sonntag 6.11.22

Eloise Tong Wang, Karolina Petuchovaite, Olivier Nilles, Robert Bärwald, Gabriel Klitzing, Maura Knierim

Sonntag 6. November 17:00 Uhr

Menschenbilder

in Opernarien und Liedern 

… zwischen viel Himmel, ein wenig Erde und Abgrund mit Werken aus drei Jahrhunderten von Debussy, Wagner, Puccini u.a.

Eloise Tong Wang, Sopran
Karolina Petuchovaite, Sopran
Olivier Nilles, Bariton
Gabriel Klitzing, Bass
Maura Knierim, Harfe
Robert Bärwald, Klavier und Konzeption 

Programm 2021

Liebe Freundinnen und Freunde der Kunst,
liebe Gäste der Hermann Haake Stiftung,

es gibt viele drängende Themen in unserer Welt, in unserer Gesellschaft, die sich in der Musik und in der Literatur widerspiegeln.
Wir nehmen neu Anlauf. Über die Freiheit und unser Ringen darum werden wir zum Jahrestag der Reichspogromnacht drei Abende mit Musikerinnen und Musikern, mit Sprecherinnen und Sprechern und mit Ihnen in der Stadtkirche Ludwigsburg veranstalten.

Im Eröffnungskonzert am 4.11. wird die Liebe zur Freiheit und die Freiheit in der Liebe in der Oper besungen. Es erklingt der Kampf um die Freiheit gegen Machtanspruch und Zwang. Die „Schub(a)rtiade“ am 7.11. beginnt mit einem Orgelstück von Christian Friederich Daniel Schubart, der in dieser Kirche vor 250 Jahren Organist war. Sein Schicksal spiegelt sich in seinem Liedtext Die Forelle und führt in einen musikalischen wie literarischen Abend rund um die künstlerische Freiheit. Am 9.11., dem Jahrestag der „Reichskristallnacht“ wollen wir erinnern: mit dem Augenzeugenbericht des amerikanischen Generalkonsuls, mit den Lyrikerinnen Selma Meerbaum-Eisinger, Hilde Domin und Mascha Kaléko und dem Reutlinger Dichter Bernd Storz. Dazu und dazwischen erklingt Musik u.a. von Sergiu Natra und Roman Haubenstock-Ramati und als Kenrstück und Höhepunkt des Abends „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi.

Wie freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Bezirkskantorat Ludwigsburg und dem Förderverein für Musik an der Stadtkirche e.V. bei den Konzerte und Lesungen der Hermann Haake Stiftung in diesem November in der Stadtkirche Ludwigsburg.

Ihre Freia Fischer
Hermann Haake Stiftung

Donnerstag 4.11.21

Pavlina Chamantne, Christina Maier, Bernhard Epstein, Piotr Gryniewicki, Junoh Lee – © Fotos: privat

Donnerstag  4. November  19:30 Uhr

Opernabend: Freiheitsliebe

Pavlina Chamantne, Sopran
Christina Maier, Mezzosopran
Piotr Gryniewicki, Tenor
Junoh Lee, Bass

Bernhard Epstein, Klavier und Leitung

Im Opernrepertoire sind die Liebe zur Freiheit und Freiheit in der Liebe schon immer die großen Themen gewesen. Politische und äußere Zwänge, Machtansprüche und Widersacher versuchen die Freiheit anderer einzuschränken, viele Konflikte werden durch den Kampf um Freiheit entfacht. So kämpft Manon Lescaut um die Freiheit, sich für ihren Geliebten Des Grieux entscheiden zu dürfen, Cleopatra beweint ihr Schicksal in Ketten gelegt im Kerker und Kaspar lockt seinen Konkurrenten Max in eine Falle, sich mit teuflischen Freikugeln seine Braut Agathe freizuschießen. Dieser Opernabend zeigt den Kampf um Freiheit in all seinen Facetten mit Werken von W.A. Mozart, C. M. v. Weber, P. Mascagni, G. Puccini u.a. 

Sonntag 7.11.21

Johanna Pommranz (©Oliver Röckle), Konstantin Ingenpaß, Gabriel Klitzing, Lukas Plag, Wolfgang Haupt, Robert Bärwald, Fabian Wöhrle, Barbara Potthast (©Holger Schneider), ©andere: privat

Sonntag  7. November  17:00 Uhr

Schub(a)rtiade „frei wie die Forelle“


Schubart, Schubert, Loewe, Schumann u.a.

Johanna Pommranz, Sopran
Konstantin Ingenpaß, Bariton
Gabriel Klitzing, Bass
Lukas Plag, Violoncello
Fabian Wöhrle, Orgel
Wolfgang Haupt, Sprecher
Robert Bärwald, Klavier und Konzeption


Barbara Potthast,   Grußwort
Vorsitzende der Schubart-Gesellschaft


Politisch „frei wie die Forelle“ waren sowohl die Teilnehmer der Schubertiaden wie auch der unermüdliche Freiheitskämpfer und Jubilar 2021 C.F.D. Schubart, an dessen einstiger Wirkungstätte, der Ludwigsburger Stadtkirche, sieben Künstler einen Abend rund um die künstlerische Freiheit gestalten.

Dienstag 9.11.21

Johannes Schwarz, Luis Azcona, Maura Knierim, Anna Stelzner, Rudolf Guckelsberger, Bernd Storz – © Fotos: privat

Dienstag 9. November 19:30 Uhr

„Das Verschlingende beim Namen nennen“


Ein Zeitzeugenbericht
Lyrische Reflexionen – von Selma Meerbaum-Eisinger, Hilde Domin, Mascha Kaléko und Bernd Storz
Neue Musik – u. a. „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi

Ensemble TransPort
Maura Knierim
, Harfe
Anna Stelzner, Kontrabass
Luis Azcona,   Perkussion

Johannes Schwarz, Fagott 

Rudolf Guckelsberger, Sprecher

Der Autor Bernd Storz ist anwesend.

Am 9. und 10. November 1938 setzten organisierte Schlägertrupps im gesamten Deutschen Reich, in Österreich und der Tschechoslowakei Synagogen in Brand, plünderten jüdische Geschäfte und verwüsteten Wohnungen. Tausende Juden wurden misshandelt, verhaftet oder getötet. Die „Reichskristallnacht“, wie sie bald genannt wurde, war das offizielle Signal zum größten Völkermord in Europa. 

An diese geschichtliche Zäsur, die ihre Schatten auch nach 83 Jahren noch auf uns wirft, wollen wir erinnern: mit einem Augenzeugenbericht des damaligen amerikanischen Generalkonsuls in Stuttgart, Samuel Honaker, mit Gedichten der Jüdinnen Selma Meerbaum-Eisinger (einer Cousine Paul Celans), Hilde Domin und Mascha Kaléko sowie mit Impressionen des Reutlinger Dichters Bernd Storz. Im Wechsel mit diesen Zeitzeugnissen und lyrischen Reflexionen erklingt Musik von Komponistinnen und Komponisten, deren überzeitlich gültige Werke zu einem intensiven, geradezu zeremoniellen Hörerleben einladen: „Gebet“ von Sergiu Natra, „Konstellationen“ von Roman Haubenstock-Ramati (beide jüdischer Herkunft), „Dunst“ von Macarena Rosmanich, „Ciel étoilé“ („Sternenhimmel“) von Kaija Saariaho und „Kurzes Leben“ von Claus-Steffen Mahnkopf.

Musikalisches Kernstück (und Höhepunkt) des Abends ist jedoch „Okanagon. Der Herzschlag der Erde“ von Giacinto Scelsi. Der in die Ewigkeit reichende Friedensimpuls, der in diesem Werk kontinuierlich erklingt, kann als der gemeinsame Nenner unseres Gedenkkonzerts begriffen werden. Die außergewöhnliche Besetzung des Stücks – Harfe, Kontrabass und Tamtam – hat die drei Musiker*innen Luis Azcona (Perkussion), Anna Stelzner (Kontrabass) und Maura Knierim (Harfe) zusammengeführt und zur Gründung des Ensemble TransPort veranlasst.