Programm 2020

Sehr geehrte Gäste,
liebe Künstlerinnen und Künstler,

mit Freude, einem zeitlichen Anlauf und mit einem guten Konzept für die hygienische Sicherheit haben wir ein stimmiges Programm mit Konzerten und Lesungen entwickelt. Seit dem 28.10. wissen wir, dass wir aufgrund der behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie alle unsere Veranstaltungen vom 4. bis 8. November absagen müssen. Das bedauern wir sehr. Die Ziele, die mit diesen Maßnahmen erreicht werden sollen, stehen für die Hermann Haake Stiftung außer Frage.

Selbstverständlich suchen wir nach Möglichkeiten und neuen Terminen für Konzerte und können dann hoffentlich auch Teile aus dem Programm NAH UND FERN wieder aufnehmen.

Die Musikerinnen und Musiker, die Sprecherinnen und Sprecher, die das aktuelle Programm entwickelt haben, werden von der Hermann Haake Stiftung auch in diesem Jahr finanziell gefördert, auch ohne Publikumsvorstellungen, die für uns alle so wichtig und schön gewesen wären.

Wenn Sie Ihre erworbenen Eintrittskarten zurückgeben möchten, können Sie dies bei den beiden Vorverkaufsstellen tun. Sie erhalten dann den von Ihnen bezahlten Eintrittspreis zurück.

Wir arbeiten weiter daran Kultur gemeinsam zu erleben und möchten uns für Ihr Vertrauen in diesem Jahr bedanken.

Freia Fischer
Hermann Haake Stiftung

Mittwoch 4.11.20

Joanna Jaworowska, Laurens Patzlaff – Foto links: privat, Foto rechts: EMC+ Photography

Mittwoch 4.11.2020, 19:30 Uhr – Eröffnung – abgesagt !


Christian Friederich Daniel Schubart

Schubart (*1739) war vor rund 250 Jahren Organist und Musikdirektor in der Stadtkirche Ludwigsburg

Sonate

Kaplied


Trostlied angesichts der Zwangsrekrutierung junger Söldner, die von Herzog Karl Eugen verkauft und nach Kapstadt geschickt wurden.

Joanna Jaworowska, Orgel

Beethoven

Bagatelle, Allegretto, Improvisationen

danach werden auf Zuruf aus dem Publikum Themen variiert



Laurens Patzlaff, Klavier

Donnerstag 5.11.20

Äneas Humm, Doriana Tchakarova, Bernd Storz, Jakob Manz, Hannes Stollsteimer
Foto links: Tobias Humm, beide Fotos rechts: Jan Scheffner, andere: privat

Donnerstag 5.11.2020, 19:30 Uhr – abgesagt !

AN DIE FERNE GELIEBTE



Äneas Humm, Bariton
Doriana Tchakarova, Klavier



Beethovens Zyklus „An die ferne Geliebte“ und Werke von Fanny Hensel, Hugo Wolf, Hans Pfitzner, Peter Cornelius, sowie Hermann Reuter (Hölderlin-Vertonung)


Lyrik und Jazz

ein Wechselspiel

Sommergespräche

Edition 2021 bei Klöpfer/Kröner Stuttgart
„Federfragen“ an Menschen, Orte und Kunstwerke



Bernd Storz, Autor 

Jakob Manz, Saxophon
Hannes Stollsteimer, Klavier

Freitag 6.11.2020

Eva Zalenga, Hans Porten, Doriana Tchakarova, Rudolf Guckelsberger, Bernhard Epstein
Foto links: Laura Zalenga, Foto 2. von links: Henri Bo, andere: privat

Freitag 6. 11.2020, 19:30 Uhr – abgesagt !

POLARITÄTEN

Lieder der Romantik und moderne Dichtung

Paul Celans Todesfuge und sein Liebesgedicht Corona beleuchten Polaritäten: Licht und Dunkel, Leben und Tod, Vergangenheit und Zukunft, das Weibliche und das Männliche. Texte von Celan, Bachmann, Hölderlin, Musik von Schubert, Bach, Strauss u.a.

Eva Zalenga, Sopran
Hans Porten, Bariton
Rudolf Guckelsberger,
Rezitation
Doriana Tchakarova, Klavier
Bernhard Epstein, Klavier und Konzeption

Samstag 7.11.2020

oben: Konstantin Ingenpaß, Paula Jeckstadt, Robert Bärwald
unten: NOTOS-Quartett, Florian Schäfer Foto oben Mitte: Peter Kächele
Foto unten links: Uwe Arens – Foto oben links und rechts und unten rechts: privat

Samstag 7.11.2020, 19:30 Uhr – abgesagt !

FREI WIE DIE FORELLE

Lieder von Schubart, Schubert und anderen 

Paula Jeckstadt, Sopran
Konstantin Ingenpaß,
Bariton
Robert Bärwald, Klavier und Leitung

Wir gratulieren Konstantin Ingenpaß zum 1. Preis im diesjährigen Internationalen Wettbewerb für Liedkunst der Internationalen Hugo-Wolf-Akademie.

NOTOS-Quartett
Sindri Lederer, Violine 
Andrea Burger, Viola 
Philip Graham, Cello
Antonia Köster,
Klavier

mit Florian Schäfer, Kontrabass

Franz Schubert Klavierquintett in A-Dur op. Post. 114 D 667 (Forellen-Quintett)
Allegro vivace
Andante
Scherzo. Presto
Tema con variazioni. Andantino
Allegro giusto

Sonntag 8.11.2020, 16:00 Uhr

Viktoriia Vitrenko, Vitaly Kiyanitsya – Foto: Oksana Parafeniuk

Sonntag 8.11.2020,  16:00 Uhr – abgesagt !

WENN AUS DER FERNE

Hommage an die Freiheit

Viktoriia Vitrenko, Gesang 
Vitaly Kiyanitsya, Klavier

In Liedern und Texten treffen sich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, unsere brüchige Existenz und der Mensch-Geist bei Hölderlin, Kupola und Jens Wagner – Beethoven, Skrjabin, Rihm, Hildegard von Bingen und Ruth Schönthal, V. Silvestrov

Sonntag 8.11.2020

oben: Sebastian Fuß, Anna Avdaljan, Mariam Aloyan, Amber Norelai
unten: Dritan Angoni, Serhii Moskalchuk, Kabelo Lebyana, Junoh Lee, Bernhard Epstein
Foto oben Mitte links: Mher Hovvyan – übrige Fotos: privat

Sonntag  8.11.2020, 19:30 Uhr, Abschlusskonzert – abgesagt !

BEETHOVEN

Klaviersonate Nr. 21 (op.53) “ Waldstein“
Allegro con brio Introduzione, Adagio molto Rondo, Allegretto moderato
Sebastian Fuß, Klavier

DON GIOVANNI

Auszüge (konzertant) aus Mozarts Dramma Giocoso
Anna Avdaljan, Donna Anna
Mariam Aloyan, Donna Elvira
Amber Norelai,
Zerlina 
Dritan Angoni, Don Ottavio
Kabelo Lebyana, Don Giovanni 
Serhii Moskalchuk, Leporello
Junoh Lee,
Masetto / Commendatore
Bernhard Epstein, Klavier und Leitung

Programm 2019

unterwegs

in Raum, Zeit und Gesellschaft sind wir unser Leben lang.

Die Hermann Haake Stiftung heißt alle Reisenden, Besucher und Gäste vom 19. bis 22. September 2019 im Residenzschloss Ludwigsburg willkommen. An vier Tagen hören und sehen Sie ein inhaltsreiches und vielfältiges Programm mit Konzerten und Lesungen zu unterwegs sein. Wir verbinden an jedem Abend und bei der Matinée am Sonntag unterschiedliche Stationen und Projekte.

Auf Begegnungen unterwegs und Gespräche nach den Konzerten, bei einem Glas Wein oder Saft, freuen wir uns gemeinsam mit den auftretenden Künstlern.

Freia Fischer
Künstlerische Leiterin der Hermann Haake Stiftung

Donnerstag, 19.09.19

Donnerstag 19.09.2019, 19:30 Uhr, Eröffnung im Schlosstheater

Robert Bärwald, Paula Jeckstadt, Johannes Fritsche (© Foto links: privat – Foto mitte: Peter Kächele – Foto rechts: Florian Lill)

„EIN MÄRCHEN AUS ALTEN ZEITEN DAS GEHT MIR NICHT AUS DEM SINN.“


Lieder nach Texten von Heinrich Heine vertont von Schumann, Schubert, Mendelssohn, Liszt u.a.


Paula Jeckstadt, Sopran
Johannes Fritsche, Bariton

Robert Bärwald, Klavier und Moderation


NOTOS Quartett (© Foto: Uwe Arens)

NOTOS QUARTETT
SINFONISCHE KAMMERMUSIK


Komponisten und Werke auf neuen Wegen


NOTOS Quartett
Sindri Lederer
, Violine
Andrea Burger, Viola
Philip Graham, Violoncello
Antonia Köster, Klavier


Johannes Brahms Sinfonie in F-Dur op. 90 in einer Bearbeitung für das Notos Quartett von Andreas N. Tarkmann
Antonín Dvořák Klavierquartett in Es-Dur op. 87

Freitag, 20.09.19

Freitag 20.09.2019, 19:30 Uhr im Schlosstheater und Gardesaal

BROKEN FRAMES SYNDICATE, Rudolf Guckelsberger (© Fotos: privat)

ON THE ROAD


Ein performativer Abend über das Unterwegssein

Warum verreisen wir? Und wohin? Lohnt es sich das Gewohnte hinter sich zu lassen? Mit alter und neuer Musik im Gepäck sowie Texten vom Barock bis zu Jack Kerouac suchen wir nach Antworten. Abseits tradierter Pfade!


Johannes Schwarz, Einführung


BROKEN FRAMES SYNDICATE
Moritz Schneidewendt
, Klarinette
Katrin Szamatulski, Flöte
William Overcash, Violine
Yu-Ling Chiu, Schlagwerk
Vitaliy Kyianytsia, Klavier

Rudolf Guckelsberger, Literatur und Sprecher


Sechs Reisende machen sich auf den Weg und begeben sich auf eine individuelle Reise. Mit Musik und Literatur im Gepäck laufen sie los, wandern oder setzen sich hinters Steuer, der Ungewissheit entgegen.
Doch, lohnt es sich, das Gewohnte hinter sich zu lassen und den Aufbruch zu wagen? Liegt hinter dem Horizont die ersehnte Freiheit? Finden sich auf dem Weg Liebe und Geborgenheit? Und spielt dann auch das Wetter mit? Was bedeutet es, unterwegs zu sein?
Das Ensemble für zeitgenössische Musik Broken Frames Syndicate (in der Besetzung Klarinette, Flöte, Violine, Klavier und Schlagwerk) hat nach Antworten gesucht und begibt sich mit Rudolf Guckelsberger (Sprecher) auf eine Reise durch Raum und Zeit: In einer groß angelegten Performance mit alter und neuer Musik (von barocken Anklängen, über Schuberts „Winterreise“ bis zu Werken von Mauricio Kagel, Carola Bauckhold und anderen) sowie Texten vom 17. Jahrhundert bis zu Jack Kerouac, dem wichtigsten Autor der US-amerikanischen Beat-Generation, geht es um das vielfältige Streben nach äußerer und innerer Freiheit, um das Abenteuer des Reisens in ferne Welten und in die eigene Seele.
Reisen Sie mit uns und lassen Sie sich, abseits der tradierten Pfade klassischer Kammermusikabende, von Ihrer Neugierde leiten! Die Koffer sind gepackt, das Auto vollgetankt…

William Overcash, Moritz Schneidewendt (© Foto: Timo Herbst)

WIE KLINGT KANDINSKY?


Synthese von bildender Kunst und Musik
100 Jahre Bauhaus – auch wir gratulieren


William Overcash, Violine
Moritz Schneidewendt, Klarinette


Wie klingt ein gelbes Dreieck?
Welche Töne stecken in einer roten Kugel?
Und hat ein Bild Rhythmus?

Die beiden Künstler William Overcash (Violine) und Moritz Schneidewendt (Klarinette) sind diesen und ähnlichen Fragen auf den Grund gegangen und bieten als Duo einen innovativen Zugang zu klassischer Musik und bildender Kunst. 2019, im Bauhaus Jubiläum, setzten sie sich im Rahmen einer Künstlerresidenz der Stiftung Bauhaus Dessau und des Kurt Weill-Fests intensiv mit Wassiliy Kandinsky auseinander. Für den berühmten, synästhetisch begabten Bauhausmeisters war ein Zusammenhang zwischen Musik und Bild offensichtlich – jede Farbe, jede Form besitzt für ihn einen ganz eigenen inneren Klang. Kann man diesen hörbar machen?
Aus der Analyse des graphischen sowie des literarischen Werks Kandinskys entstanden so klingende, sehr individuelle Interpretationen großformatiger Bilder für Klarinette, Violine und Elektronik. Nachdem diese in einer performativen Show schon in den historischen Meisterhäusern in Dessau zur Uraufführung kamen, werden die klingenden Bilder sowie Kompositionen befreundeter Komponist*innen nun im barocken Ambiente des Gardesaals im Ludwigsburger Schloss geboten.

Samstag, 21.09.19

Samstag 21.09.2019, 18:00 Uhr, Abschlusskonzert im Schlosstheater

Doriana Tchakarova, Konstantin Krimmel (©Foto: privat)

DER WANDERNDE ERZÄHLER

Lieder von Franz Schubert, Carl Loewe, Ralf Vaughan Williams und Hugo Wolf

Konstantin Krimmel, Bariton
Doriana Tchakarova, Klavier


 

Sebastian Fuß (©Foto: privat)

WANDERER-FANTASIE

Sebastian Fuß, Klavier

Alexander Skrjabin (1872-1915) 3 Etüden op. 65
Franz Schubert “Wanderer-Fantasie“ in op. 15 C-Dur


Bernhard Epstein, Sarah Yang, Paul Sutton, Maksim Progrebniak, Alice Rossi, Timo Hannig (©Fotos:privat)

DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

Auszüge aus Mozarts Singspiel

Der Spanier Belmonte versucht seine geliebte Konstanze in der Türkei zu befreien. Dort wütet Osmin, Bassa Selim aber, weise geworden, verzichtet letztendlich auf Konstanze. Milde waltet im “Wiener Morgenland“.


Alice Rossi, Sopran (Konstanze)
Sarah Yang, Sopran (Blonde)
Paul Sutton, Tenor (Belmonte)
Maksim Progrebniak, Tenor (Pedrillo)
Timo Hannig, Bass (Osmin)

Bernhard Epstein, Klavier und Leitung

Von Kaiser Joseph II. beauftragt, schrieb Mozart das Singspiel Die Entführung aus dem Serail, welches am 22. August 1781 im Wiener Burgtheater uraufgeführt wurde. Ursprünglich. Der junge Liebhaber Belmonte macht sich von Spanien auf den Weg in die Türkei, um seine geliebte Konstanze aus den Sklavenfängen des Bassa Selim zu befreien. Dort angekommen, begegnen ihm einige Gefahren, wie auch der Wüterich Osmin, der seine Feinde gerne erst köpft und dann erhängt. Am Ende siegt dann doch die Milde und der weise Bassa Selim übt politischen wie persönlichen Verzicht und lässt Konstanze frei. Die Probleme des Morgenlandes erkannte Mozart früh und setzt mit seiner Entführung eine neue Meßlatte für das Singspiel, das bis dahin in Wien eher als eine bescheidene Kunstgattung galt.


Sonntag, 22.09.19

Sonntag 22.09.2019, 11:00 Uhr, Matinée im Bacchuszimmer

Veit Erdmann-Abele, Yu-Ling Chiu, Katrin Szamatulski (©Fotos: privat)

LYRICAL und SHORT STORIES

Veit Erdmann-Abele zum 75 Geburtstag


LYRICAL 5 Stücke Flöte solo
SHORT STORIES Altquerflöte und Percussion
(Uraufführungen)

Katrin Szamatulski, Flöte
Yu-Ling Chiu, Percussion

Veit Erdmann-Abele, Komponist


Hannah Wehrum, Ramon Schmid, Isabel Schmier, Valentin Koch, Erik Biscalchin (©privat)

VOR MIR DIE WELT

Lyrik-Performance über das Reisen und Unterwegssein

Gedichte von Eichendorff, Kaléko und Ringelnatz, aber auch von weniger bekannten Dichtern. Fern- und Heimweh, Sehnsucht nach unbekannten Orten und dem Abenteuer. Weggehen und Wiederkommen. Kennenlernen der Heimat mit „neuen“ Augen.


Ramon Schmid, Sprecher
Isabel Schmier, Sprecherin
Hannah Wehrum, Sprecherin
Valentin Koch, Gitarre
Erik Biscalchin, Bass

Michael Speer, Regie


Vielseitig und zuweilen hochvirtuos werden Gedichte von Eichendorf, Kästner, Kaléko, Fontane, Ringelnatz und auch weniger bekannten Dichtern zu einem neuen, modernen Leben erweckt. Es geht um Fern- und Heimweh, Sehnsucht, Abenteuer, Heimat, das Weggehen und Wiederkommen.
Aus dem umfangreichen Repertoire der Reiselyrik vom Sturm und Drang bis zur Gegenwart werden Gedichte ausgewählt, die in unterschiedlichsten Spielarten inszeniert werden:

a.  dialogische/szenische Darstellung
b.  chorische Varianten
c.  mit Elementen des Rap und des Beatboxings
d.  klassische, solistische Rezitation
e.  Slam-Poetry

Die verschiedenen Herangehensweisen werfen ein neuen Blick auf diese Gedichte und es wird klar, dass es neben der literaturwissenschaftlichen eben auch eine gesprochene Interpretation gibt, die sich jenseits von „richtig“ und „falsch“ bewegt:
Lyrik vom Feinsten, jung, hautnah und lebendig.

Hinzu kommen spannende Bearbeitungen von deutschsprachiger Schlager- oder Popmusik, die das Reisen zum Thema haben. Aber auch Volkslieder – oftmals vertonte Gedichte – spielen als Zitate oder auch ironische Kommentare eine Rolle.

Auf der Bühne stehen 4 Studierenden des Studiengangs Sprechkunst/Sprecherziehung und 2 Studierenden des Bachelor Jazz- und Popularmusik von der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart.

Programm 2018

 

Der Kunst ein Zuhause.
Die Haake-Stiftung hat es lange schon in Ludwigsburgs Schlössern gefunden.

Die Stadt Ludwigsburg feiert ihren 300ten Geburtstag, wir gratulieren mit einem besonderen Programm. Diese Stadt ist ein Kunstraum im doppelten Sinne, die Musik, die Kultur für viele ein Zuhause, auch im Exil. In der Moderne wird das weltweite Netz für manche der vermeintliche eigentliche Ort. Trotzdem, wir brauchen reale, geschichtssatte Orte und wünschen Ludwigsburg für die nächsten Jahrhunderte eine humane Weiterentwicklung.

Samstag, 15.09.18

Prof. Arno Lederer (©Klaus Mellenthin), Philip Wiede (©privat), Trio Magos (©Studioline Photostudios)

Samstag, den 15.09.18, 20:00 Uhr – Eröffnung im Schlosstheater

GRATULATION – 300 Jahre Ludwigsburg

 

Architekt Prof. Arno Lederer: Die Stadt als Kunstraum

 

Trio Magos und Philipp Wiede

Maxi Kaun, Klarinette
Sebastian Hennemann, Violoncello
Goun Kim, Klavier
Philipp Wiede, Violoncello

 

François Couperin: Les goûts-réunis, Concert XIII à deux instruments à l‘unisson
Ludwig van Beethoven: “Gassenhauer-Trio“ op. 11 B-Dur
Max Bruch: Stücke für Klarinette, Viola und Klavier Op. 83
Robert Muczynski: Fantasy Trio op. 26

Besetzungsänderung: Philipp Wiede, erster Solocellist bei den Münchner Symphonikern, spielt an Stelle von Dominik Manz.

Sonntag, 16.09.18

Pascal Zurek (©Jessica Epstein), Victoria Kunze (©Jasmin Ziegler), Delphine Henriet (©Oliver Röckle)

Sonntag, den 16.09.18, 11:00 Uhr – Matinée im Bacchuszimmer

Neueinrichtung des Woh(i)nzimmers

 

Pascal Zurek, Bassbariton und Rezitation
Victoria Kunze, Koloratursopran und Harfe
Delphine Henriet, Violoncello

 

Kagel, Domin, Strauss, Bachmann, Kreisler, Büchner, Ligeti, Böll, Fauré, Donizetti und natürlich Hölderlin werden in einer übergangsreichen Konzertsituation dargeboten – zum amüsierten, lang anhaltenden Nachdenken: Inneres/äußeres Exil?
Kulturelle/konkrete Orte?
175 Jahre nach dem Tod Friedrich Hölderlins. Das Wohnen in der Kunst. Erkundung der Umgebung. Zwischen Troglodytentum (Höhlenbewohnertum) und Transzendentalismus. Mit der Herkunft hadern und jonglieren.

 

Uraufführung
Das Stück „Somewhere“ des in Stuttgart lebenden Komponisten John Palmer wird zum ersten Mal vor Publikum gespielt.

 

 

Donnerstag, 20.09.18

Gabriel Klitzing (©Stefan Pranjik), Johanna Pommranz (©privat), Robert Bärwald (©privat)

Donnerstag, den 20.09.18, 20:00 Uhr – Schlosstheater

Schmerz ist der Grundton der Natur

Schubart, Loewe, Schubert, Mahler, Kerner

 

Johanna Pommranz, Sopran
Gabriel Klitzing, Bass
Robert Bärwald, Klavier und Konzeption

 

Der Geist des Schlosstheaters hat die Künstler in-spiriert. Mit Christian Friedrich Daniel Schubart als Gastgeber einer fiktiven Abendgesellschaft empfinden wir die glanzvollste Epoche des Ludwigsburger Musiklebens nach. Ihr Zuhause in der Kunst als Kraftzentrum zu finden war Ziel und Wunsch der Künstler aller Epochen.

Freitag, 21.09.18

Rudolf Guckelsberger, Notos-Quartett (Foto©Uwe Arens)

Freitag, den 21.09.18, 20:00 Uhr – Schlosstheater

Musik im Exil

Oder: Wie die Musik als Behausung in der Fremde dienen kann

Sie mussten fliehen – aus ihrer Heimat, ihrer angestammten Wirkungsstätte. (Die Nazis hatten keinen Sinn für echte Kunst!) Der eine, Bohuslav Martinů, gebürtig aus Böhmen, ging in die USA, der andere, Hans Gál, ungarisch-jüdischer Abstammung, nach England. Das Leben in der Fremde, zunächst ohne Freunde, ohne finanziellen Rückhalt, war schwer. Hans Gál wurde sogar etliche Monate als „Enemy Alien“ (‚feindlicher Ausländer’) interniert. Was gab den beiden in dieser Situation Halt? Wo fanden sie ein „provisorisches“ Zuhause? – Ihre Musik, gespielt vom weltweit renommierten Notos-Quartett, gibt eine Antwort (auch wenn Gáls Quartett vor dem Exil entstand). Dazu liest Rudolf Guckelsberger aus den Erinnerungen von Martinůs Ehefrau Charlotte und aus Hans Gáls Tagebuch „Musik hinter Stacheldraht“, das im Internierungslager entstand, von seinen Qualen und Ängsten berichtet, aber auch ein bewegendes Zeugnis ist von der befreienden Kraft des menschlichen Geistes.

 

Bohuslav Martinů (1890-1959) Klavierquartett Nr. 1
Hans Gál (1890-1987) Klavierquartett in A-Dur

 

NOTOS-Quartett
Sindri Lederer, Violine
Andrea Burger, Viola
Philip Graham, Cello
Antonia Köster, Klavier

Rudolf Guckelsberger, Sprecher

 

 

Plakat für Hans Gáls im Internierungslager komponierte Revue „What a life!“
(Holzschnitt von Paul Humpoletz, 1940)

Samstag, 22.09.18

Studierende der Opernschule Stuttgart, Fotos privat

Samstag, den 22.09.18, 20:00 Uhr – Schlosstheater

Cosí fan tutte – So machen es alle

Liebe über Kreuz und Dreieck
Opernabend von Mozart bis Strauss

 

Małgorzata Rocławska, Sopran, Fiordiligi
Beatriz Simões, Mezzosopran, Dorabella
Diatra Zulaika, Sopran, Despina
Patrik Horňák, Tenor, Ferrando
Emanuel Fluck, Bariton, Guglielmo
Kabelo Lebyana, Bass, Don Alfonso


Bernhard Epstein
, Klavier und Leitung

 

Liebesverstrickungen sind beliebt. Die Stuttgarter Opernschule bietet einen Querschnitt mit Arien und Ensembles. Arien aus Rossinis Barbier und dem Rosenkavalier runden diesen Abend über die pure, komplexe, versteckte, unwiderstehliche Liebe.

Sonntag, 23.09.18

Studierende der Musikhochschule Stuttgart, Fotos: privat

Sonntag, den 23.09.18, 11:00 Uhr – Matinée im Bacchuszimmer

Natur purpur Natur?

Lyrik, Texte und Musik
Studierende der Musikhochschule Stuttgart

 

Sprecher_innen
Lina Oppermann, Ramon Schmid, Benjamin Stedler, Hannah Wehrum
Sneji Prodanova, Kontrabass
Katharina Krebitz, Gesang

 

Michael Speer, Regie

 

Lessing, Hölderlin, Jandl, Gernhardt, Kästner, Goethe, Brecht u.a. werden neu interpretiert Ludwigsburg war vor der Stadtgründung ein wildreiches Jagdgebiet des Herzogs: Natur pur?

Programm 2017

 

RE: SONANZ im Schloss. Widerhall der Musik und Sprache. Vom 1. bis 10. September 2017 werden in 7 Veranstaltungen 28 Künstler zu hören und zu sehen sein. Fragen an Widerhall und Widerstand, Wiederholung und Nachklang begegnen in einem großen Bogen Schubert und Rihm, Eichendorff und Houellebecq, Kafka und Kaléko, Brahms, Mozart, Schumann, Ligeti und Verdi, Rossini, Puccini, …

Die Stiftung hofft auf ein gutes Mitklingen – und einen guten Nachklang.