BROKEN FRAMES SYNDICATE

BROKEN FRAMES SYNDICATE

Wir sind eine Gruppe junger, internationaler Musiker*innen, deren Ziel es ist, einen neuen und innovativen Weg in der zeitgenössischen Musik zu gehen.
Als Mitglieder der renommierten „Internationalen Ensemble Modern Akademie“ (IEMA) haben wir im Oktober 2017 zueinander gefunden und werden seitdem von Ensemble Modern sowie durch die Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Frankfurt/Main unterstützt.
Als Broken Frames Syndicate konzentriert sich das Ensemble intensiv auf zeitgenössische Kammermusik und präsentiert sich schnell als „professionelle Spitzenklasse“ (Rainer Nonnemann, Kölner Stadtanzeiger).
In mehr als 20 internationalen Konzerten konnte man die außergewöhnliche Spielfreude und Energie der Gruppe nun schon erleben, unter anderen bei den Wittener Tagen für Neue Musik, in der Kölner Philharmonie, Alte Oper Frankfurt, Staatstheater Wiesbaden oder auf der Gaudeamus Muziekweek. Hier wurde mit vielen jungen und bekannten Komponist*innen zusammengearbeitet.
Wir sind überzeugt davon, dass der klassische Musikbetrieb sowie die überkommenen Strukturen des Konzertwesens erneuert und neu gedacht werden müssen. Für Broken Frames Syndicate geht es dabei in erster Linie um die ganzheitliche Erfahrung eines Konzerterlebnisses, welche die Dramaturgie Neuer Musik nicht nur aus sich selbst heraus vermittelt, sondern diese vielmehr durch kreative Visionen ergänzt. Mit Hilfe intelligenter Übergänge zwischen den Musikstücken, freier Improvisation, der Integration szenischer Elemente sowie durch interdisziplinäre Prozesse in Zusammenarbeit mit anderen Kunstrichtungen wird Musik narrativ und aus Musikerinnen werden Künstlerinnen.
Broken Frames Syndicate sucht einen kreativen, zeitgemäßen Umgang mit Kunst und Musik. Wir glauben, dass es heutzutage nicht mehr ausreicht, eindimensional zu denken, sondern wollen uns unseren Themen von unterschiedlichen Richtungen aus nähern. Interdisziplinäre Prozesse und kontroverse Meinungen sind für uns daher unabdingbar und gehören zu unserer konzeptionellen Arbeit. Dabei wollen wir uns frei machen von alten Dogmen und den musealen Strukturen des Musikbetriebs. In dem Wissen, dass Innovation aber nur durch Reflektion gelingen kann, schöpfen wir aus unserer klassischen Ausbildung, um heute einen Schritt weiter zu gehen!


Online sind wir unter www.bfsyndicate.com zu finden


Vitaliy Kyianytsia (1991) ist ein ukrainischer Pianist und Komponist. Er wurde in Kiew geboren, wo er seine musikalische Ausbildung mit sechs Jahren begann. Er studierte an der Nationalen Tschaikowski-Musikakademie der Ukraine Klavier und Komposition. Seit 2017 studiert er Master Neue Musik Klavier in HMDK Stuttgart bei Prof. Nicolas Hodges. In 2017-2018 war er der Pianist von International Ensemble Modern Akademie (Frankfurt am Main) und seine Ausbildung mit Ensemble Modern Mitgliedern gemacht hat. Seit 2019 ist er der Pianist von LUX:NM Ensemble aus Berlin. Vitaliy Kyianytsia wurde bei etlichen internationalen Wettbewerben prämiert, darunter der Orleans Klavierwettbewerb 2016 (Andre Boucourechliev-Preis), der Masterpiece Management Composition Competition 2016 (Köln), der Transatlantyk-Sofortkompositionswettbewerb 2016 (Lodz, Polen), der ACC Kompositionswettbewerb (Gwangju, Südkorea), dem Kompositionswettbewerb in Lviv 2016 (Ukraine) und der Anton Rubinstein Wettbwerb für Interpreten (St. Petersburg, Russland, 2009). Vitaliy Kyianytsia wird regelmäßig zu wichtigen Ereignissen der zeitgenössischen Musik eingeladen, z.B. zum Lucerne Festival Alumni Ensemble und Academy (2016, 2017), zum Acht Brücken Festival, zum Dyagilev Festival (Perm, Russland),  zum Mixtur Festival 2017 (Barcelona), zum Impuls-Festival 2015 (Graz), und den Klangspuren Schwaz 2014. Er nimmt regelmäßig als Komponist und Pianist an ukrainischen Festivals und Konzerten teil. Er ist einer der Mitbegründer und Pianist des Sed Contra Ensembles in Kiew, Ukraine. Er tritt ebenfalls als Jazzpianist auf, sowohl als Solist und in Ensembles, wobei auch Free Jazz und experimenteller Jazz zu seinem Programm gehört.   Die aus Deutschland stammende Flötistin


Katrin Szamatulski begann ihre Studien früh bei Rolf Bissinger am Dr. Hoch’s Konservatorium in Frankfurt am Main. Im Jahr 2007 begann sie ein Studium bei Benoît Fromanger an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin und wechselte 2010 an die Hochschule Luzern – Musik, wo sie bei Pirmin Grehl erfolgreich zwei Master of Arts in Music mit den Schwerpunkten Orchester und Instrumentalpädagogik beendete. Wichtige Impulse erhielt sie von Martin Fahlenbock, Carin Levine, Eva Furrer, Camilla Hoitenga und Mario Caroli. Sie war mehrfache Teilnehmerin bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik, der Impuls Akademie in Graz, der Ensemble Akademie des Ensemble Recherche in Freiburg und der Klangspuren International Ensemble Modern Academy in Schwaz. Durch Konzerttätigkeiten unter anderem im Rahmen des Lucerne Festivals hatte sie die Möglichkeit mit Komponistinnen wie Beat Furrer, Brian Ferneyhough, Bernhard Lang, Chaya Czernowin, Sofia Gubaidulina und Simon Steen-Andersen zu arbeiten. Sie spielt regelmäßig in verschiedenen Kammermusikformationen und ist Mitbegründerin der zeitgenössischen Musikensembles Lunaire (CH) und Broken Frames Syndicate (DE) sowie des Kammerorchesters O!contraire (CH). Als Solistin trat Katrin Szamatulski mit verschiedenen Orchestern in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf. Neben ihrer musikalischen Tätigkeit ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Musikforschung der Hochschule Luzern – Musik tätig und beschäftigt sich außerdem mit der Vermittlung von zeitgenössischer Musik im Anfänger- und Laienunterricht. 2017/18 war sie Stipendiatin der renommierten Internationalen Ensemble Modern Akademie in Frankfurt am Main.


Yu-Ling Chiu stammt aus Taiwan und absolvierte 2016 ihren Master of Music mit „Cum Laude“ am Konservatorium Amsterdam und schloss ihr Studium 2018 mit dem Konzertexamen an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst
Frankfurt/Main ab. Sie hat bei Jer-Huei Chen, Arnold Marinissen, Nick Woud, Peter Prommel, Ramon Lormans, Rainer Römer, Rumi Ogawa und Jürgen Friedel studiert.
Vor allem kammermusikalisch aktiv spielte Yu-Ling u.a. mit dem Ensemble Modern, Nederlands Blazers Ensemble, dem Nieuw Ensemble und INSOMNIO. Des Weiteren sammelte sie Orchestererfahrung beim HR-Sinfonieorchester, Pfalztheater, Capitol Symphonie Orchester, Kammerphilharmonie Frankfurt und Taiwan Philharmonic.
2012 erhielt sie mit dem Insomnia Percussion Trio sowohl den 2. Preis beim Internationalen Percussion Wettbewerb in Luxemburg als auch den Preis für die beste Interpretation des Stückes Rain Tree von Toru Takemitsu.


Moritz Schneidewendt (1989) ist klassisch ausgebildeter Klarinettist. Als solcher folgt er vor allem seiner Leidenschaft für die Kammermusik und interessiert sich für das kreative Potential des Miteinanders. Einen ganz besonderen Reiz hat für Ihn dabei die Interpretation zeitgenössischer Musik. Mit den musikalischen Mitteln von Heute sucht er, die tradierten Strukturen des Klassikbetriebs zu erneuern und ist besonders daran interessiert, neue musikalische Formen sowie instrumentale Möglichkeiten auszuloten. Gemeinsam mit anderen Künstlerinnen, Musikerinnen und Komponistinnen möchte er innovative Wege der zeitgenössischen Musikvermittlung entwickeln und initiieren.
Nach seinen Studien bei den Professoren Manfred Lindner und Thorsten Johanns (Würzburg; Weimar) hat sich Moritz bei der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA 2017/’18) spezialisiert.
Weitere prägende Impulse gaben die Klarinettist*innen Ralf Manno, Martin Spangenberg, Reto Bieri, Andreas Langenbuch, Nina Janßen-Deinzer und Ernesto Molinari.
In enger Zusammenarbeit mit jungen Komponist*innen und als Gast namhafter Ensembles hat Moritz die Möglichkeit bei zahlreichen Uraufführungen und Konzerten mitzuwirken und konzertiert regelmäßig auf Festivals im In- und Ausland.
2019 wird er als Stipendiat der Bauhaus-Stiftung Dessau im Rahmen eines Residenzprogrammes gefördert und entwickelte einen künstlerischen Beitrag zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum sowie für das Kurt-Weill-Fest.
Konzerte führten ihn unter anderem auf das Diaghilev-Festival nach Perm (Russland), zu den Sommerlichen Musiktagen Hitzacker, auf das London Ear Festival, zu den Wittener Tagen für neue Kammermusik, die Gaudeamus Musikweek, zu den Intersonanzen in Potsdam, zum Impuls Festival (Sachsen Anhalt/Berlin) oder auf die ilSuono Contemporary Music Week (Italien).
Die klassische Orchesterliteratur möchte er jedoch nicht missen, und so spielte er unter anderen mit dem WDR Sinfonieorchester, der Staatskapelle Weimar, der Philharmonie Jena, in der Jungen Deutschen Philharmonie, im Staatsorchester Mainz sowie als stellvertretender Soloklarinettist der Musikalischen Komödie Leipzig.


William Overcash ist ein Geiger, dessen Hauptaugenmerk auf der Weiterentwicklung der Musik liegt. Er erhielt vor kurzem einen Master-Abschluss an der Shepherd School of Music in Houston, wo er bei Kathleen Winkler studierte, und erwarb zuvor seinen Bachelor-Abschluss am Oberlin Conservatory in Ohio, wo David Bowlin sein Lehrer war. William Overcash hat Musik aller Epochen in Konzertsälen wie der Carnegie Hall und dem DiMenna Center in New York, der Suntory Hall in Tokio, der Jesse H. Jones Hall in Houston, der Philharmonie Essen, der Laeiszhalle Hamburg und dem KKL in Luzern aufgeführt. Im Bereich traditioneller Musik hat er an Meisterklassen von Almita Vamos, Jennifer Koh, Paul Kantor, Jorja Fleezanis und Mitgliedern der Emerson-, Pacifica- und Dover-Streichquartette teilgenommen. Weitere Höhepunkte seiner Karriere waren der Gewinn des Grand Prize beim Wettbewerb der Tuesday Musical Association in Akron, Ohio, und seine Mitwirkung bei der US-amerikanischen Premiere von Helmut Lachenmanns dystopischer Oper ›Das Mädchen mit den Schwefelhölzern‹, bei der er Teil des Solo-Oktetts war.


2019